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Bundesliga:Martin Schmidt tritt als Wolfsburg-Trainer zurück

FC Schalke 04 v VfL Wolfsburg - DFB Cup

Ist nicht mehr länger Trainer des VfL Wolfsburg: Martin Schmidt.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Der Schweizer Martin Schmidt ist nicht länger Trainer des Bundesligisten VfL Wolfsburg.
  • Er ist nach nur fünf Monaten von seinem Amt zurückgetreten.

Martin Schmidt ist überraschend als Trainer des VfL Wolfsburg zurückgetreten. Das teilte der Klub am Montagabend mit. Die Amtszeit des Schweizers bei den Wölfen dauerte damit nur fünf Monate.

Seinen Rücktritt begründet er laut einer Mitteilung des Vereins damit, dass er es dem VfL Wolfsburg ermöglichen wolle, "die aktuelle sportliche Situationdurch neue Impulse von der Trainerbank verbessern und den immerweiter ansteigenden öffentlichen Druck - auch gerade gegenüber seiner Person - vom Verein zu nehmen". Wolfsburg-Manager Olaf Rebbe gibt sich über diese Entscheidung überrascht und enttäuscht. "Wir hätten dieses Ziel nur allzu gerne mit ihm selbst erreicht, aber wir konnten ihn nicht von seiner Entscheidung abbringen. Diese entschlossene Haltung gilt es jetzt zu respektieren, wenngleich ich zugeben muss, dass mich dieser Schritt enttäuscht", sagte er.

Schmidt war nach nur vier Spieltagen Mitte September als Nachfolger des Niederländers Andries Jonker geholt worden. Spielerisch konnte er den nach wie vor teuren Kader jedoch kaum nach vorne bringen. Insgesamt hat Schmidt mit den Niedersachsen in seiner fünfmonatigen Amtszeit nur fünf Siege aus 22 Pflichtspielen geschafft. Die Wölfe befinden sich mit nur 24 Punkten auf Tabellenplatz 14 nach wie vor mitten im Abstiegskampf.

Mit Schmidts Nachfolger geht es nur noch um den Klassenerhalt

Der Schweizer hatte sich auch nach schwachen Auftritten für gewöhnlich stets vor seine Mannschaft gestellt. Erst nach der Niederlage vor gut einer Woche in Bremen wich er von dieser Linie ab. Da war es aber bereits zu spät. Inklusive der Niederlage gegen die Bayern gab es für den VfL in den zurückliegenden neun Spielen einen einzigen Sieg - das schmeichelhafte und glückliche 1:0 in Hannover.

Nach dem knappen Klassenerhalt in der Relegation sollte in Wolfsburg in dieser Saison alles besser werden. Manager Rebbe durfte neue Spieler verpflichten und früh den Trainer austauschen. Doch der teuer alimentierte Werksverein des Volkswagen-Konzerns steckt erneut im Kampf um den Klassenerhalt - und muss nun erneut einen neuen Coach suchen. Das Ziel, eine ruhige Runde zu spielen, eine neue Mannschaft aufzubauen und die Rückkehr in einen internationalen Wettbewerb vorzubereiten, ist schon jetzt verfehlt. Mit dem Nachfolger von Schmidt geht es nur noch um den Klassenerhalt.

© SZ.de/sid/dpa/vit
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