bedeckt München 26°

Bundesliga:Köln verspielt eine 2:0-Führung

Bundesliga - FC Cologne v 1. FSV Mainz 05

Pierre Kunde Malong feiert sein Tor.

(Foto: REUTERS)

Der FSV Mainz 05 erkämpft sich gegen den 1. FC Köln einen Punkt. Pierre Kunde gelingt nach einem kuriosen Sololauf der Ausgleich.

Der 1. FC Köln hat einen sicher geglaubten Sieg gegen seinen Ex-Coach Achim Beierlorzer aus der Hand gegeben und im Kampf um die internationalen Plätze einen Rückschlag erlitten. In der ersten Partie nach der Coronapause verspielte der Aufsteiger beim 2:2 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 ein 2:0 und liegt als Zehnter sechs Punkte hinter dem sechstplatzierten VfL Wolfsburg.

Die Mainzer, bei denen Beierlorzer im November nur wenige Tage nach seiner Entlassung in Köln die Nachfolge von Sandro Schwarz angetreten hatte, belohnten sich für einen engagierten Auftritt und haben als 15. wieder vier Zähler Vorsprung auf Fortuna Düsseldorf, das den Relegationsplatz belegt. "Das war wie Straßenfußball, ein Riesenspiel", sagte der Mainzer Sportchef Rouven Schröder bei Sky. "Für das erste Spiel nach so vielen Wochen war das echt gut. Die Jungs wollten den Rückstand nicht auf sich sitzen lassen."

Der vom FC Liverpool ausgeliehene Taiwo Awoniyi (61.) und Pierre Kunde Malong (72.) trafen für Mainz. Zuvor hatten Mark Uth (6./Foulelfmeter) und Florian Kainz (53.) den FC, für den es das zweite Geisterspiel nacheinander war, in Führung gebracht. 67 Tage zuvor hatte Köln im Derby bei Borussia Mönchengladbach 1:2 verloren - danach setzte die Fußball-Bundesliga den Spielbetrieb aufgrund der Coronakrise aus.

Am Sonntag durfte aufgrund der Hygienemaßnahmen nicht einmal das Maskottchen Hennes im Stadion sein, doch auch ohne den Geißbock an der Seitenlinie erwischte der FC einen perfekten Start. Nach einem langen Pass, den Uth technisch stark annahm, wusste sich Moussa Niakhate nur mit einem Foul zu helfen. Uth übernahm die Verantwortung und traf vom Elfmeterpunkt sicher. Für den von Schalke 04 ausgeliehenen Offensivspieler war es der fünfte Treffer im achten Einsatz für den FC.

Doch Mainz war keineswegs schockiert. Von Beierlorzer lautstark angetrieben übernahmen die Gäste immer mehr die Kontrolle und hätten sich kurz darauf fast mit dem Ausgleich belohnt. Kölns

© Sz.de/sid/schm

Meinung
Schalke 04
:Gleich wieder ein führender Krisenstandort

Die Liga erlebt ganz neue Zeiten, doch bei Schalke 04 ist alles beim Alten. Erst fehlte es an Toren, dann am Geld - jetzt wieder an Toren.

Kommentar von Philipp Selldorf

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite