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Bundesliga:Zwei Vorlagen für den FC Bayern

Bundesliga - VfL Wolfsburg v RB Leipzig

Lukas Klostermann und Wout Weghorst (links) im Duell.

(Foto: Pool via REUTERS)

Borussia Dortmund kommt gegen Mainz nur zum einem 1:1, Marco Reus vergibt den möglichen Sieg per Elfmeter. Auch RB Leipzig spielt nur Remis, Werder siegt. Das Wichtigste zum Spieltag.

Von Sebastian Fischer und Christopher Gerards

Borussia Dortmund - Mainz 05 1:1 (0:0), Tore: 0:1 Öztunali (57. Minute), 1:1 Meunier (73.)

Der Tabellenletzte Mainz 05 war der vermeintlich schwächste Gegner des BVB in der Bundesliga seit dem Trainerwechsel im vergangenen Jahr - und das Spiel damit so etwas wie die Bestandsaufnahme, ob sich unter dem neuen Coach Edin Terzic die Dinge tatsächlich zum Guten geändert haben. Schließlich waren die Spiele gegen fußballerisch unterlegene, tief stehende und konternde Mannschaften auch unter Lucien Favre die schwersten für den BVB. Die Antwort? Eher nein. Dortmund bestimmte die erste Halbzeit, hatte unzählige Chancen, wie so oft. In der zweiten Halbzeit ging allerdings Mainz in Führung, durch einen fabelhaften Fernschuss von Levin Öztunali, von dem sich Mats Hummels zuvor sehr einfach ausdribbeln ließ. Der BVB glich durch Thomas Meunier aus, dann schoss aber Marco Reus einen Elfmeter am Tor vorbei, schon seinen zweiten in Serie.

VfL Wolfsburg - RB Leipzig 2:2 (2:1), Tore: 0:1 Mukiele (5.), 1:1 Weghorst (22.), 2:1 Steffen (35.), 2:2 Orban (54.)

Auch RB Leipzig verpasste einen Sieg und trug damit dazu bei, dass der FC Bayern sich am Sonntag einen Vier-Punkte-Vorsprung erspielen könnte. Das Team von Julian Nagelsmann erwischte einen guten Start und jubelte früh: Emil Forsberg legte den Ball im Strafraum dem ziemlich unbewachten Nordi Mukiele auf, der Torwart Koen Casteels überwand. Doch Wolfsburg kam zurück: zunächst per eingesprungenem Kopfball von Wout Weghorst nach Flanke von Yannick Gerhardt (ein früheres Tor von Weghorst war aberkannt worden, nachdem er den Ball mit der Hand berührt hatte). Und dann nach einem Ballgewinn nahe des Leipziger Strafraums, wo Gerhardt nun Renato Steffen bediente, dessen Schuss Willi Orban entscheidend abfälschte.

Relativ kurios gelang Leipzig dann das 2:2: Nach einem Freistoß und anschließendem Zweikampf im Wolfsburger Strafraum grätschte Haidara den Ball relativ langsam Richtung Tor. Aber weil niemand eingriff, wurde Casteels überrascht, packte einen Reflex aus, doch Willi Orban staubte ab.

Bremen - Augsburg 2:0 (0:0), Tore: 1:0 Gebre Selassie (84.), 2:0 Agu (87.)

Felix Agu erlebte ein ziemlich erfreuliches Startelf-Debüt für Werder. Der 21-Jährige, im Sommer aus Osnabrück gekommen, ersetzte den ausgefallenen Ludwig Augustinsson auf der linken Seite. Und in der Schlussphase war er an den spielentscheidenden Szenen beteiligt: Erst flankte er in die Mitte, wo Augsburgs Reece Oxford verlängerte - schließlich kam Theodor Gebre Selassie im Sprung noch mit dem Fuß ran und ließ Werder jubeln. Dann traf Agu selbst. Romano Schmid hatte geflankt, Agu erwischte den Ball absolut falsch, was aber das Tor nicht verhinderte. Werder kletterte trotz dürftiger Leistung auf Rang zwölf und hat nun sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

1. FC Köln - Hertha BSC 0:0

Ein großes Problem des 1. FC Köln in dieser Saison ist das Toreschießen, und es war durchaus experimentell, wie der Bundesliga-Drittletzte dieses Problem im wegweisenden Duell mit Hertha BSC zu lösen versuchte: ohne Stürmer, jedenfalls ohne echten. Als offensivsten Spieler bot Trainer Markus Gisdol den früheren Berliner Marius Wolf auf, der sich bislang meistens als Rechtsverteidiger versuchen durfte. So wie das klingt, so sah dann auch der Kölner Fußball aus. Jener der Berliner war etwas besser, Matteo Guendouzi traf einmal den Pfosten - aber das war es dann auch.

Hoffenheim - Bielefeld 0:0

Bielefeld machte seinem Ruf als Minimalisten der Liga wieder alle Ehre, hat jetzt mit weiterhin zehn Toren 14 Punkte geholt. So richtig weiter bringt die Arminia das Ergebnis aber mit zwei Punkten Vorsprung auf Köln nicht. Und auch die TSG verpasste es, den ersten Sieg des Jahres einzufahren.

© SZ
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