Biathlon-WM Deutscher Staffel fehlen 0,5 Sekunden auf Bronze

Laura Dahlmeier holte als Schlussläuferin noch einige Plätze auf.

(Foto: dpa)

Die deutschen Biathletinnen bleiben erstmals seit sechs Jahren ohne Staffel-Medaille bei der WM. Angelique Kerber steht im Finale von Indian Wells.

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Wintersport, Biathlon: Die deutschen Biathletinnen haben bei der Weltmeisterschaft in Östersund die Titelverteidigung in der Staffel verpasst. Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Denise Herrmann und Laura Dahlmeier mussten sich am Samstag nach schwachen Schießleistungen mit dem enttäuschenden vierten Platz zufriedengeben und blieben damit erstmals seit sechs Jahren ohne WM-Medaille im Team. Bereits deutlich zurückliegend hatte Dahlmeier im Schlussspurt sogar noch die Chance auf Bronze. Rang drei sicherte sich aber die vor Freude schon austrudelnde Ukrainerin Valentina Semerenko. So fehlten den Deutschen nach 4 x 6 Kilometern 0,5 Sekunden auf eine Medaille. Ein Jahr nach der Olympia-Enttäuschung mit Rang acht leisteten sich Dahlmeier & Co . insgesamt 14 Nachlader und eine Strafrunde durch Hinz. Nach 4 x 6 Kilometern hatten sie 35,6 Sekunden Rückstand auf die siegreichen Norwegerinnen. Sie verwiesen die bis zum letzten Schießen klar führenden Schwedinnen mit 24,3 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei.

Tennis, Kerber: Wimbledonsiegerin Angelique Kerber hat beim prestigeträchtigen WTA-Turnier in Indian Wells ihr erstes Endspiel seit knapp neun Monaten erreicht. Die Nummer acht der Weltrangliste setzte sich im Halbfinale gegen die zuletzt enorm formstarke Schweizerin Belinda Bencic mit 6:4, 6:2 durch. "Sie hat so stark gespielt in den vergangenen Wochen", sagte Kerber: "Ich bin wirklich glücklich, hier zum ersten Mal im Finale zu stehen."

Dort trifft die 31-Jährige am Sonntag (20.00 Uhr MEZ) auf die 13 Jahre jüngere Kanadierin Bianca Andreescu. Die Nummer 60 der Weltrangliste besiegte die klar favorisierte Ukrainerin Jelina Switolina 6:3, 2:6, 6:4 und steht zum zweiten Mal auf der WTA-Tour in einem Endspiel. Anfang Januar in Auckland/Neuseeland hatte sich Andreescu der deutschen Nummer zwei Julia Görges (Bad Oldesloe) geschlagen geben müssen.

Die Fußballgötter

Infantinissimo

"Ich freue mich wirklich auf ein weiteres hartes Match. Sie ist hier dank einer Wildcard und hat schon viele gute Spielerinnen geschlagen", sagte Kerber über ihre Finalgegnerin: "Sie hat nichts zu verlieren, hat Spaß und ist eine tolle Spielerin." Für Kerber ist es der erste Einzug in ein Endspiel ihrem Triumph auf dem heiligen Rasen von London. Auf dem letzten Schritt ins Endspiel bei dem mit 7.972.535 Dollar dotierten Hartplatzturnier in der kalifornischen Wüste präsentierte sich Kerber letztlich nervenstärker als Bencic, die im Achtelfinale noch die Weltranglistenerste Naomi Osaka (Japan) klar in zwei Sätzen besiegt hatte.

Weltcupfinale, Ski: Kombinations-Weltmeister Alexis Pinturault hat den letzten Weltcup-Riesenslalom dieses Winters gewonnen. Der Franzose distanzierte bei seinem 23. Erfolg in Soldeu/Andorra das Schweizer Ausnahmetalent Marco Odermatt um 0,44 Sekunden. Dritter wurde der Slowene Zan Kranjec (1,03). Österreichs Dominator Marcel Hirscher, der als Gesamtsieger im Riesenslalom bereits festgestanden hatte, belegte nur Rang sechs (1,74), Weltmeister Henrik Kristoffersen aus Norwegen wurde Elfter (2,17). Der einzige deutsche Starter Manuel Schmid (Fischen) war im ersten Lauf ausgeschieden.

Basketball, WM: Die deutschen Basketballer treffen bei der WM in China in einer machbaren Vorrundengruppe auf Frankreich, die Dominikanische Republik und Jordanien. Das ergab die Auslosung, die am Samstag vom früheren NBA-Profi Kobe Bryant in Shenzhen vorgenommen wurde. Dort werden auch die Spiele der Gruppe G ausgetragen. Ein mögliches Duell mit Titelverteidiger und Top-Favorit USA blieb dem DBB-Team zunächst erspart.

Bei der erstmals mit 32 Teams ausgetragenen Weltmeisterschaft (31. August bis 15. September) kommen aus acht Vierergruppen jeweils zwei Teams weiter, die gemeinsam in eine der vier neuen Viererstaffeln gehen und dann nur noch gegen zwei Teams aus einer anderen Vorrundengruppe spielen. Die beiden Besten schaffen es ins Viertelfinale. Kommt die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) weiter, warten in der Zwischenrunde zwei Teams aus der starken Gruppe H mit Litauen, Australien, Kanada und Senegal.

England, FC Liverpool: Trainer Jürgen Klopp will mit dem FC Liverpool im kommenden Transfersommer sparsam bleiben. "Ich denke nicht, dass wir mit dieser Mannschaft im Moment das große Geld ausgeben müssen", sagte der 51 Jahre alte Coach des englischen Fußball-Erstligisten. Stattdessen wolle er das aktuelle Team der Reds zusammenhalten und weiterentwickeln. "Das ist der beste Weg", versicherte Klopp englischen Medienberichten zufolge. Zuvor hatte sich Liverpool im Champions-League-Achtelfinale verdient gegen den FC Bayern durchgesetzt. In der Premier League hat Klopps Mannschaft als Zweiter einen Punkt hinter Manchester City auch noch gute Titelchancen. Im vergangenen Sommer gab Liverpool für die Zugänge Alisson, Fabinho, Naby Keita und Xherdan Shaqiri rund 180 Millionen Euro aus.

Eishockey, DEL: Hauptrundensieger Adler Mannheim ist auf dem besten Weg ins Play-off-Halbfinale, Titelverteidiger Red Bull München dagegen böse ausgerutscht. Die Mannheimer setzten sich souverän mit 4:2 (2:0, 2:1, 0:1) bei den Nürnberg Ice Tigers durch und feierten im zweiten Spiel den zweiten Sieg. Die Münchner kassierten dagegen mit 0:4 (0:2, 0:2, 0:0) bei den Eisbären Berlin ihre höchste Play-off-Niederlage - wie schon einmal vor vier Jahren. Damit steht es in der Best-of-seven-Serie 1:1. "Es war ziemlich ausgeglichen, aber die Eisbären haben ihre Chancen reingemacht", sagte Münchens Nationalspieler Yasin Ehliz bei Magenta Sport. Auch die Düsseldorfer EG glich mit einem 4:1 (2:0, 0:0, 2:1) gegen die Augsburger Panther ihre Viertelfinalserie aus.

Nationalspieler Markus Eisenschmid war der Matchwinner für die Adler. Der 24-Jährige, der schon beim 7:2 zum Auftakt zweimal getroffen hatte, sorgte mit seinen Play-off-Toren Nummer drei und vier (19. und 22.) früh für die Entscheidung. Überragend war jedoch Torwart Kevin Poulin, der zahlreiche Großchancen der Münchner zunichte machte. Für die Eisbären war Sean Backman doppelter Torschütze (9. und 27.). Die DEG, die am Dienstag noch mit 1:7 in Augsburg untergegangen war, ging durch Tore von Jaedon Descheneau (8.) und Manuel Strodel (13.) früh entscheidend mit 2:0 in Führung.

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