Biathlon in Oberhof Peiffer läuft auf Rang zwei

Guter zweiter Platz: Arnd Peiffer in Oberhof.

(Foto: AFP)
  • In Oberhof läuft Arnd Peiffer in der Verfolgung auf den zweiten Platz.
  • Bei den Frauen startet Franziska Preuß von Platz 45 und erreicht Rang sechs.

In Schneetreiben von Oberhof hat Olympiasieger Arnd Peiffer den Sieg in der Verfolgung um 15,1 Sekunden verpasst. Nach seinem Auftritt wurde Peiffer von den 22 500 Zuschauern mit Ovationen gefeiert. "Ich freue mich riesig, vor dieser Kulisse ein gutes Ergebnis geschafft zu haben. Das ist einfach ein Erlebnis hier", sagte der 31-Jährige im ZDF. Mit dem siebten Weltcup-Sieg im zehnten Saisonrennen zeigte Weltcup-Spitzenreiter Johannes Thingnes Bö erneut seine Klasse. Der Norweger setzte sich trotz dreier Strafrunden vor Peiffer (ein Fehler) und dem Italiener Lukas Hofer durch, der fehlerfrei geblieben war.

"Ich darf zum zehnten Mal hier teilnehmen, es ist so schön, man gewöhnt sich nie dran. Man ist wie erschlagen von der Geräuschkulisse", sagte Peiffer nach seinem Rennen. Sprint-Weltmeister Benedikt Doll vervollständigte als Siebter das gute deutsche Mannschaftsergebnis. Genau wie Johannes Kühn (Platz 31) musste der Schwarzwälder viermal in die Strafrunde. "Ich bin eigentlich schon zufrieden", sagte Doll.

Ex-Weltmeister Erik Lesser verzichtet kurz vor dem Start "aus privaten Gründen" auf einen Einsatz, Massenstart-Weltmeister Simon Schempp hatte sich nach einem schwachen Sprint erst gar nicht für das Jagdrennen qualifiziert.

Preuß läuft von Platz 45 auf Rang sechs nach vorne

Von 45 auf 6: Nach dem schlechten Ergebnis im Sprint hat Franziska Preuß (Haag) beim Heimweltcup in Oberhof in der Verfolgung über 10 Kilometer eine Aufholjagd hingelegt und 39 Plätze gutgemacht. Auch Denise Herrmann (Oberwiesenthal) als Neunte und Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld) auf Rang elf rehabilitierten sich. Der Sieg ging wie schon im Sprint an die Italienerin Lisa Vittozzi, die mit zwei Schießfehlern in 32:32,9 Minuten 14,5 Sekunden vor Anastasia Kuzmina (Slowakei/4) und 27,9 Sekunden vor Anais Chevalier (Frankreich/5) triumphierte. Preuß lag nach zwei Schießfehlern 54,7 Sekunden zurück. Herrmann (4), die im Sprint als 36. enttäuscht hatte, schaffte mit 1:03,2 Minuten Rückstand ihre mit Abstand beste Saisonleistung.

Hinter Karolin Horchler (1/1:21,8) kam Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/3/2:22,6) auf Rang 24, Nadine Horchler (Willingen/5/3:52,2) wurde 43. "Wir waren alle sehr enttäuscht. Ich bin sehr aggressiv rausgegangen und kann es selber gar nicht glauben. Das tut der Mannschaft extrem gut", sagte Preuß im ZDF. Im Sprint am Donnerstag hatten die DSV-Frauen ohne Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier das schlechteste Ergebnis der Weltcup-Historie verbucht. Karolin Horchler war auf einem indiskutablen 34. Platz noch die beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) gewesen.

Die bislang einzige Podestplatzierung der deutschen Frauen in diesem Winter hatte Dahlmeier als Zweite im Sprint von Nove Mesto erreicht. Wegen eines erneuten Infektes verzichtete die 25-Jährige jedoch auf einen Start in Oberhof. Eine Teilnahme an den Rennen in Ruhpolding von 16. bis 20. Januar ist jedoch angedacht. Die siebenmalige Weltmeisterin befindet sich bereits wieder im Training. Auch Vanessa Hinz (Schliersee) fehlt in Oberhof wegen einer Erkältung. Die Staffeln schließen am Sonntag die Veranstaltung ab.

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