Amateurfußball:1860 mit Geisterspiel gegen Nürnberg bestraft

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Anhänger vom TSV 1860 München randalierten im Relegations-Rückspiel gegen Jahn Regensburg (Foto: dpa)

Der DFB reagiert auf mehrere Verstöße in der Zweitligasaison. Die deutschen Säbelfechter scheitern spektakulär bei der Heim-WM.

1860 München, Strafe: "Geisterspiel" für 1860 München: Der Fußball-Regionalligist muss sein Heimspiel am 1. August (14.00 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg nach wiederholten Ausschreitungen seiner Fans unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach einem entsprechenden Urteil seines Sportgerichts mit.Dieses bestrafte damit unter anderem die Krawalle beim Rückspiel der Zweitliga-Relegation am 30. Mai gegen Jahn Regensburg hart. Außerdem habe es Verfehlungen bei fünf anderen Begegnungen gegeben, hieß es vonseiten des DFB. Im Derby gegen den FCN müssen daher sämtliche Zuschauerbereiche im Grünwalder Stadion geschlossen bleiben. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Beim Abstieg der Löwen Ende Mai hatte die Polizei einen Platzsturm der Sechzig-Fans verhindert. Das Spiel musste für eine Viertelstunde unterbrochen werden. Während und nach der Unterbrechung wurden zahlreiche Gegenstände wie Fahnenstangen, Becher und herausgerissene Sitzteile auf das Spielfeld geworfen.

Im Hinspiel in Regensburg (26. Mai) hatten Münchner Fans Pyrotechnik gezündet und auf das Spielfeld geworfen oder geschossen. Zudem flogen Becher aus dem Gästeblock Richtung Rasen. Sogenannte "pyrotechnische Vorkommnisse" hat es darüber hinaus während der Zweitligaspiele bei Fortuna Düsseldorf (31. März), Erzgebirge Aue (9. April), Dynamo Dresden (5. Mai) und beim 1. FC Heidenheim (21. Mai) gegeben.

Fechten, WM: Die deutschen Säbelfechter sind bei der Heim-WM in Leipzig trotz hoher Führung bereits im Achtelfinale ausgeschieden und haben damit die angestrebte zweite deutsche Medaille verpasst. Das Quartett mit Einzel-Europameister Max Hartung, Matyas Szabo, Benedikt Wagner und Richard Hübers (alle Dormagen) verlor gegen Frankreich 44:45 und kämpft damit nur noch um die Plätze 9 bis 16. Hartung verspielte dabei als Schlussfechter eine 40:27-Führung und musste im letzten Teil-Abschnitt 18 Treffer hinnehmen. Vor drei Jahren in Kasan hatten die Säbel-Herren WM-Gold gewonnen, bei der letzten WM 2015 gewannen sie Bronze. Am Samstag hatte Degenfechter Richard Schmidt mit Einzel-Bronze das erste deutsche Edelmetall gewonnen."So etwas darf nicht passieren. So etwas ist mir auch schon lange nicht passiert, dass ich ein Ding nach dem anderen bekomme", sagte der tief enttäuschte Hartung dem Sportinformationsdienst: "Ich habe nicht einmal Schiss bekommen, ich habe einfach nicht getroffen."

Leichtathletik, WM: Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat sein Aufgebot für die Weltmeisterschaften in London (4. bis 13. August) ergänzt. "Auf der Basis der realisierten DLV-Nominierungsanforderungen werden Susen Küster (Bayer 04 Leverkusen) für den Hammerwurfwettbewerb und Christina Hering (LG Stadtwerke München) über 800 m für das DLV-Team nachnominiert", teilte Idriss Gonschinska, der Leitende Direktor Sport des DLV, am Montag mit.Zudem werden die bereits für die 4x100-m-Staffel nominierte Tatjana Pinto (LC Paderborn) auch für den 100-m-Wettbewerb und die bereits für die 4x400-m Staffel nominierte Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg) auch für den 400-m-Einzel-Wettbewerb gemeldet. Insgesamt umfasst das DLV-Team für die WM nach der verletzungsbedingten Absage von Hürdensprinter Gregor Traber (LAV Stadtwerke Tübingen) nun 72 Sportler.

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Von Birgit Schönau

Fußball, Gold Cup: Mit Beißattacken auf Gegenspieler haben zwei Fußballer aus El Salvador beim Gold Cup in den USA einen Skandal ausgelöst. Die Nationalspieler Henry Romero und Darwin Ceren wurden vom nord- und mittelamerikanische Fußballverband (Concacaf) für mehrere Länderspiele gesperrt, kamen aber deutlich glimpflicher davon als der Uruguayer Luis Suárez bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.Die Spieler aus dem mittelamerikanischen Kleinstaat hatten bei der 0:2-Niederlage von El Salvador am Mittwoch im Viertelfinalspiel gegen die USA die Amerikaner Jozy Altidore und Omar Gonzalez in die Schulter gebissen. Romero wurde wegen "unsportlichen Verhaltens" für sechs und Ceren für drei Pflichtländerspiele gesperrt.Altidore kommentierte die Beißattacke seines Gegenspielers mit den Worten: "Das war ein wildes Spiel, und ich bin sicher, dass Romero nicht stolz auf seine Aktion ist." Luis Suárez war 2014 nach seiner Beißattacke auf Giorgio Chiellini bei Uruguays 1:0-Sieg im WM-Spiel gegen Italien vom Weltverband FIFA für neun Pflichtländerspiele und generell für vier Monate gesperrt worden.

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