2. Bundesliga Niedersachsen-Derby: Polizei nimmt mehr als hundert Fans in Gewahrsam

  • Vor dem Spiel zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 kommt es bei Hildesheim zu einer Massenschlägerei.
  • Die Polizei greift hart durch, nimmt Fans in Langzeitgewahrsam und spricht Aufenthaltsverbote aus.
  • Für das Spiel am frühen Sonntagnachmittag ist die Polizei in Alarmbereitschaft.

Zahlreiche gewaltbereite Anhänger von Eintracht Braunschweig und Hannover 96 bleiben für das brisante Niedersachsen-Derby der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag (13.30 Uhr) weggesperrt.

Nach einer geplanten Massenschlägerei der verfeindeten Fan-Lager war am Freitagabend für mehr als hundert Krawallmacher ein Langzeitgewahrsam verhängt worden, sagte ein Sprecher der Polizei Hannover am Sonntagvormittag.

Die Polizei hatte die verabredete Prügelei vor einem Baumarkt in Hildesheim verhindert und mehr als 170 Menschen festgenommen. Etwa 50 davon wurden bereits in Hildesheim wieder laufen gelassen, gegen sie verhängten die Beamten aber vorläufige Aufenthaltsverbote für die Stadt Braunschweig.

"Ganz klar ein Spiel mit erhöhtem Risiko"

Jahrzehntealte sportliche Rivalitäten haben sich mittlerweile derart hochgeschaukelt, dass man bei den Sicherheitsbehörden rund um das längst ausverkaufte Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße trotzdem mit bis zu 750 krawallbereiten Anhängern rechnet. Die Zahl der Ordner in der Arena wurde daraufhin von 400 auf 550 erhöht.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Einsatzleiter Roger Fladung will aus polizeitaktischen Gründen die genaue Zahl der Einsatzkräfte nicht nennen, sieht sich aber gut gewappnet: "Es sind mehr Beamte im Einsatz als sonst, denn es ist ganz klar ein Spiel mit erhöhtem Risiko."

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