1860 München: EinzelkritikHüpfender Rasenmäher

Bei Münchens souveränem 3:1 gegen Duisburg ragen ein Abwehrspieler mit viel Adrenalin, ein Argentinier mit Messi-Frisur und ein eifriger Grätscher heraus. Die Löwen-Spieler in der Einzelkritik.

Zurück in der Erfolgsspur: Die "Löwen" besiegten den MSV Duisburg nach einer couragierten Leistung mit 3:1 (1:0). José Holebas per Freistoß (5. Minute) sowie die Stürmer Peniel Mlapa (50.) und Benjamin Lauth (88.) sorgten mit ihren Treffern für den dritten Saisonsieg der Sechziger.

Gabor Kiraly (im Bild) Kam bereits zum Warmmachen, als der Löwen-Fanblock noch aus handverlesenen 34 Fans bestand. Zog dann wie ein Rasenmäher im Strafraum seine Bahnen, weil ihm so kalt war (offiziell plus sieben Grad, gefühlt minus sieben Grad). Stand oft meterweit vor seinem Strafraum, weil der Weg zurück ins Tor dann weiter war, und Laufen warme Beine macht. Hatte zweimal Glück bei Pfostenschüssen, war beim Gegentor machtlos. Hüpfte nach Spielschluss vor der Löwen-Kurve zu "Oh, wie ist das schön" auf und ab.

Antonio Rukavina Als Rechtverteidiger oft allein, weil Duisburg die Position, die er verteidigen sollte, gar nicht besetzt hatte. Staunte lieber über die Kunststückchen des kleinen Biancucchi. Ihm war deshalb sehr kalt. Kassierte in der 34. Spielminute für ein Foul an der Strafraumgrenze Gelb, obwohl er den Ball gespielt hatte. Hatte Glück, dass Duisburgs starker Freistoßschütze Grlic aus 18 Metern nicht einfach draufschoss, sondern ebenfalls ein Kunststück versuchte.

Archivfoto: dpa

17. Oktober 2009, 17:112009-10-17 17:11:00 ©