2. Fußball-Bundesliga Marco Kurz wird Trainer in Ingolstadt

Zweitligist verpflichtet früheren Hoffenheimer und Lauterer Bundesliga-Coach. Deutsche Handballerinnen lösen ihr WM-Ticket. Auch Schwimmerin Britta Steffen meldet sich zurück. Barcelonas Andres Iniesta kritisiert Trainer José Mourinho hart.

2. Bundesliga: Der ehemalige Hoffenheimer Chefcoach Marco Kurz wird neuer Trainer beim FC Ingolstadt. Das bestätigte der Verein am Sonntagabend. "Wir haben einen neuen Chef-Trainer! Marco Kurz (44) übernimmt die Profimannschaft mit sofortiger Wirkung", hieß es auf der Internetseite des Fußball-Zweitligisten. Demnach werde Kurz an diesem Montag um 14.00 Uhr offiziell vorgestellt. Kurz war am 2. April beim Bundesligisten 1899 Hoffenheim beurlaubt worden.

Fußball in Spanien: Der spanische Fußball-Nationalspieler Andrés Iniesta hat Trainer José Mourinho für sein Verhalten in dessen Amtszeit bei Real Madrid scharf kritisiert. "Ja, er hat dem spanischen Fußball Schaden zugefügt. Er hat generell mehr schlechte als gute Dinge getan, aber ich möchte nicht über seinen Charakter sprechen", sagte der 29-Jährige vom FC Barcelona der spanischen Tageszeitung El Pais. In der vergangenen Woche war Mourinho von den Königlichen zum englischen Europa-League-Sieger FC Chelsea zurückgekehrt. Zudem schickte Mittelfeldspieler Iniesta im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien eine Kampfansage in Richtung der deutschen Nationalmannschaft. "Deutschland wird gewinnen müssen, wenn sie unsere Krone haben wollen. Deutschland, Brasilien, Argentinien oder wer auch immer es sein wird, wir werden es ihnen nicht einfach machen. Aber wir müssen uns weiter verbessern, weil sich auch unsere Gegner weiterentwickelt haben."

Tennis, Andrea Petkovic: Nach mehr als zwei Jahren hat Tennisspielerin Andrea Petkovic wieder ein Turnier gewonnen. Die lange verletzte Darmstädterin setzte sich am Sonntag beim mit 100.000 Dollar dotierten ITF-Turnier in Marseille im Endspiel gegen Anabel Medina Garrigues aus Spanien mit 6:4, 6:2 durch und feierte damit endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Letztmals hatte Petkovic im Mai 2011 beim WTA-Event in Straßburg triumphiert. Nach ihrem Scheitern in der Qualifikation bei den French Open hatte sich Petkovic kurzfristig dazu entschieden, bei dem zweitklassigen Turnier an den Start zu gehen. Im gesamten Verlauf der Veranstaltung blieb die einstige Nummer neun der Welt ohne Satzverlust. In der Weltrangliste kommt die bis auf Platz 136 abgerutschte Hessin ihrem Ziel Top 100 damit einen großen Schritt näher.

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Schwimmen: Sechs Wochen nach den verpatzten deutschen Meisterschaften hat sich Kurzbahn-Weltmeisterin Britta Steffen mit persönlicher Saisonbestleistung über ihre Lieblingsdisziplin zurückgemeldet. Am zweiten Tag des Mare-Nostrum-Meetings in Monaco schlug die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 aus Halle/Saale über 100 m Freistil in 54,05 Sekunden knapp vor der Schwedin Sarah Sjöström (54.15) als Erste an. Über die für sie ungewohnten 50 m Schmetterling verpasste die Freistilsprinterin als Halbfinal-Dritte trotz erneuter persönlicher Bestleistung (26,36 Sekunden) das finale Duell der besten zwei Schwimmerinnen nur knapp. Und nur zehn Minuten später war für die Olympia-Vierte auch über 50 m Freistil im hochkarätig besetzten Halbfinale der im K.-o.-System ausgetragenen Sprints Schluss. Steffen blieb in 25,17 Sekunden lediglich fünf Hundertstel über ihrer Saisonbestleistung.

Handball, Frauen: Die deutschen Handballerinnen haben sich souverän für die Weltmeisterschaften in Serbien qualifiziert. Die Mannschaft von Bundestrainer Heine Jensen gewann das Playoff-Rückspiel in der Ukraine mit 25:22 (11:10). Schon das Hinspiel hatte der EM-Siebte in Oldenburg deutlich mit 24:16 für sich entschieden und damit den Grundstein für die Teilnahme an der WM (7. bis 22. Dezember) gelegt. Beste deutsche Werferinnen im Rückspiel waren Laura Steinbach mit Angie Geschke mit jeweils vier Treffern. "Wir sind froh, dass wir mit der WM-Qualifikation unser Ziel erreicht haben. Unser Zwischenziel war es, auch in Kiew zu gewinnen. Wir waren zwar nicht so gut wie in Oldenburg, aber nach einem schwachen Start haben wir das Spiel in unsere Spur gebracht. Jetzt können alle verdient in den Urlaub gehen", stellte Jensen zufrieden fest.