Tipps für die Städtereise Nachtleben und Sprachbarrieren

Sonnenaufgang über dem Tiananmen-Platz. Die besten Plätze für den Tagesanbrauch liegen auf den Häuserdächern in den Hutongs. Aber dorthin gelangt nur, wer einen der Bewohner kennt.

(Foto: AFP)

Auf dieser Seite geleitet Sie Marcel Grzanna durch das Nachtleben von Peking und gibt Kniggetipps.

Typisch für das Nachtleben in Peking ist, ...

... dass die Nacht nie aufhört anzufangen. Aber es gilt: je später der Abend, desto betrunkener die Gäste

Hier beginnt der Abend:

In einem der unzähligen Restaurants (in Sanlitun oder auf der Ghoststreet) oder auf einem Hocker an einem Spießchengrill (dort kann man ihn aber auch wahlweise ausklingen lassen)

Dann ziehen Sie weiter ins:

2 Kolegas, wo es in der warmen Zeit eine Freilufttheke mit Biergarten gibt. Der dazugehörige Club bietet alternative oder rockige Musik und Liveauftritte. Gelegen an der Liangmaqiao Road.

Hier wollen alle rein ...

Ich weiß nicht, wo alle reinwollen. Aber ich bin sicher, man verpasst nichts, wenn man nicht reingeht. Es liegen sicherlich zu viel Parfüm und Testosteron in der Luft.

Dabei ist es hier viel besser:

Im Cafe de la Poste (französische Bar/Restaurant) gibt es Steaks bis halb zwölf, Fassbier, und laute Musik je später der Abend. Sogar die Toilette wurde inzwischen renoviert. Man kommt sich vor wie in Berlin. Liegt auf der Yonghegong Dajie (Street) am Lama Tempel.

Dies ist der beste Platz für den Sonnenaufgang:

Eines der Dächer in den Hutongs. Leider nur mit entsprechenden Kontakten zu begehen.

Mit diesem Satz kommen Sie überall zurecht:

"Wo bu yao" ("ich will nicht")

Darüber spricht man in Peking:

"Kongqi bu hao" ("die Luft ist mies")

Vorsicht, Fettnäpfchen! Sagen Sie bloß nicht:

"Nin tuijian" - "Schlagen Sie etwas vor". Das gilt besonders in Restaurants, wo möglicherweise Dinge auf dem Teller landen, die abschreckend auf einen MItteleuropäer wirken können. Wird Ihnen mit dem Trinkspruch "Ganbei" zugeprostet, sollten Sie das Glas in einem Zug leertrinken und nicht nur daran nippen. Ihre chinesischen Mittrinker wären sonst mindestens enttäuscht, vielleicht sogar pikiert.

Weitere Informationen über den Autor der Peking-Tipps:

Marcel Grzanna, 39, ist gelernter Sportjournalist, war Chef des Berliner Büros der Nachrichtenagentur SID. 2007 nahm er die nahenden Olympischen Spiele in Peking zum Anlass, ein Leben als Auslandskorrespondent zu versuchen. Er berichtete sowohl für zahlreiche deutschsprachige Tageszeitungen und Onlinemedien, als auch für den TV-Nachrichtensender N24 und den Rundfunkservice der Deutschen Presseagentur (dpa) aus der chinesischen Hauptstadt und diversen anderen Ländern in Ost- und Südostasien. Seit Sommer 2009 ist er China-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung mit dem Schwerpunkt Wirtschaft. Er lebt mit seiner Frau und seiner anderthalbjährigen Tochter in den Pekinger Hutongs. Kontakt unter www.asienreporter.de.