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Städtereisen zum Jahreswechsel:Silvester in Madrid, Paris und Prag

Madrid

In der spanischen Hauptstadt wird Silvester nach einem ausgiebigen Essen mit Freunden oder der Familie auf der Straße gefeiert: sehr laut, sehr ausgelassen, aber ohne viel privates Feuerwerk. Zwar gibt es auf der Puerta del Sol, einem der zentralen Plätze der Stadt, ein Pyro-Spektakel. Doch hierher pilgern Tausende Madrilenen wegen einer anderen Tradition: dem Traubenessen vor der Casa de Correos. Zu jedem der zwölf Glockenschläge wird eine Weintraube verzehrt. Wer alle rechtzeitig schafft, kann 2012 auf privates Glück hoffen. Seit dem 31. Dezember 1962 wird die Veranstaltung landesweit im Fernsehen übertragen.

Paris

Schon Stunden vor den magischen zwölf Glockenschlägen versammeln sich die Menschen mit Flaschen und Tröten beladen auf den Straßen von Paris, um in das neue Jahr hineinzufeiern, vorzugsweise auf den Champs Élysées im Herzen der Stadt. Von hier aus haben sie einen guten Blick auf das große Feuerwerk, das den Eiffelturm um Mitternacht als funkelnde Pyro-Hülle umgibt. Allzusehr sollte man sich in der Betrachtung nicht verlieren: Auf dem teilweise dichtbestandenen Boulevard machen traditionell Taschendiebe reiche Beute. Etwas besinnlicher geht es vor der Kirche Sacre Coeur auf dem Montmartre zu. Bei klarem Wetter hat man von hier einen grandiosen Blick auf die über der Stadt aufsteigenden Raketen - und kann sich im Anschluss in einem der vielen Lokale des Künstlerviertels oder im nahen Stadtteil Pigalle wieder aufwärmen.

Prag

"Über sieben Brücken musst du gehen..." sang die deutsche Rockband Karat - ein Motto, das auch auf die Silvesterfeierlichkeiten in Prag passt. Den besten Blick auf das Feuerwerk, das auf den Hügeln über dem Moldautal gezündet wird, hat man von einer der Prager Brücken aus. 15 sind es im gesamten Innenstadtbereich, Prag-Besucher müssen sich also entscheiden, von wo aus sie die Raketen über der Burganlage Hradschin und dem Veitsdom aufsteigen sehen wollen. Weitere gute Aussichtspunkte sind der Hradschin selbst und das erhöht gelegene Letná-Feld im Stadtteil Bubeneč, das außerdem bekannt ist für seine alternative Club-Szene - vielleicht ein Tipp für die ersten Stunden des neuen Jahrs? Abzuraten ist von der hoffnungsvoll überfüllten Karlsbrücke, genauso wie von den populären Feierorten Altstädter Ring und Wenzelsplatz.