Inferno Crater Lake, Neuseeland

Das hatte sich der Teufel so gedacht: Mit einem gewaltigen Ausbruch des Mount Tarawera im Jahr 1886 wollte er dem lästigen Tourismus zur "Pink and White Terrace" auf der Nordinsel ein Ende setzen. Tatsächlich verschwanden die Sehenswürdigkeiten in einem 17 Kilometer langen Tal. Weil aus Schlechtem auch immer wieder Gutes erwächst, blieben die Besucher nicht lange weg. Nun bestaunten sie den Waimangu-Geysir, den höchsten der Welt - bis der Herrscher der Unterwelt 1904 auch dessen Ausbrüche unterdrückte.

Dennoch kommen heute Ausflügler ins Waimangu Valley. Denn der Vulkanausbruch hat auch eine Reihe Seen geschaffen, deren Farbe einfach himmlisch ist, selbst wenn einer davon "Infernokrater" heißt. Dieser hat zwei Besonderheiten: Sein Pegel steigt drei bis vier Wochen bis zum Rand des weißen Kraters, der wie eine Badewanne wirkt. Dann sinkt das Wasser wieder binnen zwei Wochen um bis zu acht Meter. Die zweite Besonderheit: Er liegt nahe den "Cathedral Rocks" - dieses Vulkanfeld blieb nicht allein dem Teufel überlassen.

Bild: imago/imagebroker 1. Juni 2017, 05:222017-06-01 05:22:10 © SZ.de/ihe/mane