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Onlinereiseportale:Falscher Klick, teurer Urlaub

Viele Urlaubsreife gehen lieber ins Internet, anstatt im Reisebüro Kataloge zu wälzen. Doch Onlinebuchungen haben Tücken - so vermeiden Sie Überraschungen.

Urlaub per Mausklick: Wer nicht ins Reisebüro möchte, kann auch im Netz buchen - doch Verbraucher sollten bei der Reise aus dem Internet einige Vorsichtsregeln beachten.

Transparenz

Seriöse Anbieter geben sich klar zu erkennen. Sie haben ein leicht zu findendes Impressum mit kompletter Anschrift und dem Namen des Geschäftsführers oder Inhabers. Auch eine preiswerte Service-Telefonnummer und klare Geschäftsbedingungen sprechen für den Verkäufer. Zudem sollten die Garantie- und Geschäftsbedingungen klar erkennbar sein. Hat ein ausländischer Anbieter keine Niederlassung in Deutschland, ist es für deutsche Kunden erfahrungsgemäß schwieriger, ihre Rechte durchzusetzen.

Gütesiegel

Viele Online-Reiseanbieter werden von unabhängigen Experten geprüft und mit Zertifikaten oder Siegeln ausgezeichnet. Dazu gehören das System Geprüfter Online-Shop EHI, S@fer-Shopping vom TÜV Süd und Trusted Shops. Die Vielzahl von Siegeln ist allerdings verwirrend, teils wird auch nur wenig geprüft. Seriöse Anbieter sind in der Regel zudem Mitglied im Deutschen Tourismusverband (DTV).

Sichere Bezahlung

Bank- und Kreditkartendaten müssen über eine sichere Internetverbindung übertragen werden. Die ist erkennbar an der Zeichenfolge "https://" in der Adresszeile und einem Schlosssymbol, das der Browser anzeigt. Am sichersten ist jedoch immer noch die Zahlung per Rechnung.

Erfahrungsaustausch

Auf vielen Einkaufs- und Preisvergleichsseiten können Kunden die Anbieter bewerten. Gerade für Hotels und andere Unterkünfte gibt es auch spezielle Bewertungsseiten. Die Meinungen bieten keine absolute Sicherheit, helfen aber bei der Orientierung.

Preisvergleich

Viele Reiseanbieter vermitteln letztlich die gleichen Flüge und Unterkünfte. Unterschiede liegen in Details - und manchmal im Preis. Kunden können Angebote auf Internetseiten wie Expedia oder Opodo vergleichen, die wiederum mehrere Anbieter vermitteln. Wer sich dort für eine Urlaubsreise entscheidet, kann dann auch noch einmal den Preis beim Anbieter selbst überprüfen.

Widerrufsrecht

Bei Onlinebuchungen von Hotels und Flügen gibt es kein Widerrufsrecht - in der Regel wird der Betrag sofort vom Konto oder der Kreditkarte eingezogen. Internetvermittler haften zudem nicht für die Angaben zu den Hotels. Es lohnt sich daher, die Internetseiten der Hotels genau zu studieren: Die Lage der Unterkunft kann vor der Reservierung mit Internetdiensten wie Google Maps oder Bing Maps überprüft werden. Die gleichen Vorsichtsmaßnahmen gelten auch bei der Buchung von Ferienhäusern oder -wohnungen.

Dokumentation

Die Buchung selbst und alle Angaben zu Extrakosten sollten Verbraucher ausdrucken, da sich Angebote auch schnell ändern können. Wer Fragen oder Sonderwünsche hat, wie ein Zimmer mit Meerblick oder ein Kinderbett, sollte diese direkt ans Hotel richten - und zwar per E-Mail, um eine schriftliche Antwort zu bekommen.

Reklamation

Kommen Kunden mit Reklamationen bei den Unternehmen nicht weiter, empfiehlt es sich als erstes, Kontakt zu einer auf Reisen spezialisierten Schiedsstelle aufzunehmen. Für Flüge und Bahnfahrten können sich Verbraucher an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr wenden. Bei grenzüberschreitenden Konflikten können unter Umständen auch die Juristen der Beratungsstelle Euro-Info-Verbraucher in Kehl helfen.

© AFP/jobr/dd

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