Mitten in AbsurdistanVon jetzt an mit Rennradlenker

Berliner Fahrradhändler wissen um den Wert eines Regenbogens - und verlangen schnell den doppelten Preis für ein Rad. Leibhaftige Bisons in North Dakota hätte man lieber nicht für simple Rindviecher gehalten. Und die Münchner Barszene schafft eines Nachts mal eben den Adel ab.

Berliner Fahrradhändler wissen um den Wert eines Regenbogens - und verlangen schnell den doppelten Preis für ein Rad. Leibhaftige Bisons in North Dakota hätte man lieber nicht für simple Rindviecher gehalten. Und die Münchner Barszene schafft eines Nachts mal eben den Adel ab. SZ-Korrespondenten berichten Kurioses aus aller Welt

Mitten in ... New York

Warum nicht mal zu einer Restauranteröffnung beim Times Square gehen? Da kriegst du kostenlos, wofür andere Eintritt in den Zirkus bezahlen. Sie haben da Schlangenmenschen, die sich sehr gut verbiegen können, sie haben auch echte Schlangen, die mit halbnackten Dompteurinnen tanzen. Es gibt drei Meter hohe Drag Queens, es gibt Clowns, die ihre sogenannten Possen reißen, und es gibt einen DJ, der aussieht wie Questlove von der Band The Roots, den man aus der Show von Jimmy Fallon kennt. Beim näheren Hinsehen ist es tatsächlich Questlove. Und wenn man noch genauer hinsieht, legt er gar keine Platten auf, sondern er tippt hinter dem Plattenspieler SMS. Das tut er aber so rhythmisch und in die Musik versunken, dass es dem Mann, der ihn engagiert hat, sicher nicht auffällt. Das Essen? Wen interessiert da das Essen?

Peter Richter, SZ vom 26./27. Juli 2014

26. Juli 2014, 12:312014-07-26 12:31:47 © SZ/cag/ihe