Die meisten Hippies aber fanden den Weg ins Valle Gran Rey, damals ein verschlafenes Fischerdorf. "Als wir ankamen, hatten wir das Gefühl, am Ende der Welt angekommen zu sein", sagt Diana Clayton. Von der einstigen Ursprünglichkeit ist wenig übrig. Die Schweinebucht, in der ab und zu noch Hippies übernachten, wird einmal pro Jahr von der Polizei geräumt, auch wildes Campen ist verboten. Ebenso ungern gesehen: Wohnmobile oder Hunde am Strand. In den Wintermonaten kommen organisierte Wandergruppen, und seit Norweger den Hafen ausbauten, legen auch Kreuzfahrtschiffe an. Dennoch hat sich die zweitkleinste Kanareninsel ihren Charme bewahrt. Bettenburgen wie auf Teneriffa oder Gran Canaria gibt es nicht, der Gomera-Tourist nächtigt stattdessen in Appartements. Knallbunt schmiegen sie sich in die Felshänge wie Legoklötzchen, umgeben von Palmenhainen und Bananenplantagen. Mittendrin in La Playa eine Taverna, aus der trotzig kanarische Musik erklingt.

Bild: dpa-tmn 18. Februar 2011, 09:362011-02-18 09:36:13 © Ina Brzoska, dpa/tmn/kaeb