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Insidertipps für die Städtereise:Wo bist du wunderbar, Berlin?

Welcher Flohmarkt lohnt sich, wo gibt es die besten Nachspeisen, und wo steht "Mein Haus am See"? Einheimische verraten ihre Lieblingsplätze in der Hauptstadt - abseits der Fashion Week.

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Spotted by Locals Berlin Deutschland Städtereise Städtetipps Reisetipps Fluxbau Kantine

Quelle: Sharon Mertins

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Welcher Flohmarkt lohnt sich, wo gibt es die besten Nachspeisen, und wo steht "Mein Haus am See"? In dem Blog "Spotted by Locals" schreiben Einheimische in englischer Sprache über ihre Lieblingsplätze: Die von Süddeutsche.de ins Deutsche übersetzten Tipps aus der Hauptstadt setzen die Städtereise-Serie fort, die von jetzt an wieder jeden Dienstag erscheint.

Fluxbau Kantine

"Die Fluxbau Kantine liegt nicht weit entfernt von der Oberbaumbrücke und dem pulsierenden Nachtleben in Kreuzberg. Es ist ein aufregendes Lokal für die Berliner Kreativszene - mit Konzerten, Lesungen, Kunstausstellungen und einer Reihe anderer bunter Aktivitäten; mit leckerem Essen und einem traumhaften Blick auf die Spree.

Unter der Woche eignet sich das Lokal für Kaffee, Kuchen, Suppen und ein feines hausgemachtes Menü, freitags und samstags für ein Abendessen und eine kleine Party.

Es ist der ideale Ort für ein entspanntes Essen mit zwei oder auch zehn Leuten. Aber man sollte vorher reservieren. Lehnen Sie sich zurück, unterhalten Sie sich und nippen Sie an einem Glas des vorzüglichen Weines, während Sie ein herzhaftes Dinner verspeisen oder eines der drei himmlischen Fondues ausprobieren (die gibt es allerdings nur im Winter). Zum Abendessen werden ein Live-Auftritt oder eine Kunstausstellung im Keller serviert.

Es gibt eine schöne Terrasse für sonnige Tage und bunte Partys zu besonderen Anlässen wie Halloween oder Valentinstag - behalten Sie den Terminkalender im Auge. Es lohnt sich."

Fluxbau Kantine, Pfuelstr. 5, Montag bis Freitag 12-15 Uhr, Freitag-Samstag ab 18 Uhr, www.fluxfm.de

Text und Bild: Sharon Mertins, Spotted by Locals Berlin

Spotted by Locals Berlin Deutschland Beach at Weißensee Städtereise Reisetipps Städtetipps

Quelle: Sarah Curth

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Strandbad am Weißen See

"Der Strand am Weißen See im Stadtteil Weißensee scheint die letzte Ruheinsel in Berlin zu sein - und nur 20 Minuten mit der Straßenbahn M4 vom Alexanderplatz entfernt.

Von außen sieht es wie ein Park aus, aber sobald Sie den grünen Wald betreten, entdecken Sie einen See, völlig abgeschottet von der Außenwelt. Schwimmen ist entlang des gesamten Ufers erlaubt, aber das Strandbad an der Ostseite bietet einige Extras zusätzlich wie Sandstrand, Sonnenliegen, Duschen, eine Bar, Snacks (Eiscreme - lecker!) und Barbecuemöglichkeiten.

Ein besonderer Bonus für alle Nachtschwimmer: Im Sommer ist das Strandbad bis Mitternacht oder länger geöffnet. Nach 17 Uhr kostet der Eintritt nur 2,50 Euro, nach 19 Uhr ist freier Eintritt. Wenn Sie hier aber nur entspannt sitzen wollen, ohne zu schwimmen oder am Strand zu liegen, können Sie kostenlos die obere Terrasse benutzen. Weißensee ist ein richtig schöner Ort, um den Sonnenuntergang bei ein paar Drinks zu genießen."

Strandbad am Weißen See, Seeweg, täglich ab 10 Uhr geöffnet

Text und Bild: Sarah Curth, Spotted by Locals Berlin

Spotted by Locals Berlin Deutschland Städtereise Städtetipps Reisetipps Mein Haus am See

Quelle: Sarah Curth

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Mein Haus am See

"Im Umfeld kleiner asiatischer Restaurants und neugebauter Hotels liegt eine der typisch schäbigen Berliner Kaffeebars. Aber diese hat nicht nur Second-Hand-Sofas vor grauen Wänden zu bieten. Das Café Mein Haus am See hat in der Nähe des Rosenthaler Platzes im Dezember 2009 neu eröffnet. Man betritt den Laden durch ein großes Fenster, in einem riesigen Raum stehen viele einladende Sitzecken.

Weiter hinten kann man auf großen Stufen Platz nehmen. Die Wände sehen aus, als wären sie frisch renoviert worden, mit schön gezeichneten Bildern. Hinter einer Glaswand liegt eine eigene Raucherzone - ein wahrer Luxus für Raucher in Berlin.

Und noch etwas außer der Einrichtung macht dieses Lokal einzigartig: Mein Haus am See hat jeden Tag 24 Stunden lang geöffnet. Bei Kaffee, frischem Pfefferminz- oder Ingwertee, verschiedenen Frühstücksangeboten und Kuchen fühlt es sich an wie in einem zweiten Wohnzimmer."

Mein Haus am See, Brunnenstraße 197-198, 24 Stunden täglich geöffnet, mein-haus-am-see.blogspot.de

Text und Bild: Sarah Curth, Spotted by Locals Berlin

Spotted by Locals Berlin Städtereise Deutschland Städtetipps Reisetipps Markthalle Neun

Quelle: Sharon Mertins

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Markthalle Neun

"Dieser historische Wochenmarkt findet langsam ins moderne Berliner Leben. Nachdem er fast einer deutschen Supermarktkette zum Opfer gefallen wäre, wurde er von Anwohnern gerettet und in einen Markt verwandelt, der für die Multikulti-Gesellschaft die Slowfood-Bewegung der Stadt steht.

Mittlerweile bietet der Markt eine köstliche Auswahl, auch für die heikelsten Esser, und steht für nachhaltige Nahrungsherstellung.

Hier kann man es im Sommer oder Winter aushalten. Das Gemüse hat beste Qualität und das Essensangebot ist aufregend. Verschlingen Sie einen himmlischen Tofuburger bei Sunday Burgers, probieren Sie den verlockenden geräucherten Fisch bei Glut und Späne (mit Bedacht entsprechend der Empfehlungsliste des WWF ausgesucht), wählen Sie aus Fleisch- und vegetarischen Gerichten in der Kantine oder genießen Sie ein aromatisches helles Bier im Heidenpeters. Fleischliebhabern seien die berühmten Sandwiches mit Schweinefleisch bei Big Stuff Barbecue empfohlen. Auf was auch immer Sie Lust haben - hier werden Sie bestimmt nicht enttäuscht.

Freitags können Sie in Ruhe durch die Budengassen spazieren und mit den Verkäufern plauschen. Am Samstag geht es dagegen lebhaft zu, genauso wie an den beliebten Straßenessen-Donnerstagen von 17 bis 22 Uhr, wenn man bei Five Elephant Coffee auch herrlichen Käsekuchen kaufen kann."

Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42/43, Küche und Café Montag-Donnerstag 12-16 Uhr und Freitag-Samstag 10-18 Uhr, Wochenmarkt Freitag und Samstag 10-18 Uhr, www.markthalleneun.de

Text und Bild: Sharon Mertins, Spotted by Locals Berlin

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Quelle: Sharon Mertins

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Nola's

"Einer meiner besten Freunde ist nach Amsterdam gezogen, nachdem er jahrelang in Berlin gelebt hatte. Immer wenn er zu Besuch kommt, ist er fest entschlossen, seine Lieblings-"Berlin-Sachen" zu unternehmen. Eines davon ist, den Sonnenuntergang im Schweizer Restaurant Nola's anzusehen.

Das Nola's ist in Berlin kein Geheimnis. Es ist ein wundervoller Ort, um der untergehenden Sonne zuzusehen. Das Restaurant hat eine schöne Terrasse mit Blick auf den Volkspark am Weinberg und eine elegante Inneneinrichtung im Stil der Sechziger mit Reminiszenzen an die Schweiz.

Sonntags gibt es hier Brunch, mit Schweizer Käse, Eiern, Würstchen, Lachs, hausgemachter Marmelade - Sie wissen schon. Und im Winter? Fondue und andere Schweizer Gerichte.

Die Atmosphäre ist entspannt und je nach Tageszeit wie zuhause bei der Familie. Und dieser Sonnenuntergang ..."

Nola's, Veteranenstr. 9, Montag bis Sonntag, 10-1 Uhr, www.nola.de

Text und Bild: Sharon Mertins, Spotted by Locals Berlin

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Quelle: Sarah Curth

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Zosch

"Die alternative Fassade des Zosch scheint so gar nicht in die gepflegte Umgebung der Oranienburger Straße zu passen. Nach Friedrichshain oder Kreuzberg vielleicht - aber Mitte ist in den vergangenen Jahren immer schicker geworden. Das Zosch ist eines der ersten Pubs, das nach den politischen Umwälzungen 1989 hier aufgemacht hat - und es bleibt sich selbst treu. Personal und Gäste sind bodenständig und die Einrichtung rustikal. Aber die volle Aufmerksamkeit gilt der Musik.

Unten im gemütlichen Keller, der an die Speisekammer einer mittelalterlichen Burg erinnert, spielen fast jeden Abend Jazzbands oder Liedermacher. Die Atmosphäre ist familiär, auch wenn der Pub voll ist. Die großen Holztische und -bänke füllen fast den gesamten Raum.

Das gilt besonders für den Mittwochabend, wenn das Berliner Goethe-Institut seinen Schülerstammtisch hier abhält. Aber in der Regel treffen sich vor allem Einheimische im Zosch. Es ist nicht von Touristen überschwemmt und viele der Bands, die hier spielen, stammen aus Berlin. Außerdem versucht man, möglichst verschiedene Musikgeschmäcker zu bedienen. Also stehen auch mal Blues- oder Gypsy-Bands auf der Bühne.

Jeden Mittwoch spielt die Band La Foot Creole, die sich dem New Orleans Jazz verschrieben hat, in den Katakomben des Zosch."

Zosch, Tucholskystraße 30, täglich ab 16 Uhr geöffnet, www.zosch-berlin.de

Text und Bild: Sarah Curth, Spotted by Locals Berlin

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Quelle: Sharon Mertins

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Nowkölln Flowmarkt

"Die Flohmarktkultur ist etwas besonders Schönes an Berlin. Mit steigender Beliebtheit muss man sich aber auf Flohmärkten wie Mauerpark oder Boxhagener Platz zwischen vielen anderen durchkämpfen. Diese Märkte werden immer überfüllter und die Standmieten in Prenzlauerberg, Kreuzberg und in Teilen von Friedrichshain steigen an, so dass viele Künstler und Studenten ihren Bohemièn-Lifestyle nach Neukölln verlagert haben. Und diese Migration hat den Stadtteil drastisch verändert.

Neue Ideen entwickeln sich hier, es eröffnen neue Shops und Bars - und der "Nowkoelln Flohmarkt". Immer noch überschaubar und klein genug, um den Nachbarn beim Verkauf von Schokoladenkuchen und Kaffee zu entdecken. Aber "Nowkoelln" ist hipper als andere Flohmärkte, seit Verkäufer und Besucher internationale Kreative sind. Hier finden Sie Fundstücke aus den Fünfzigern oder moderne handgemachte Objekte - und das zu Flohmarktpreisen.

Die Atmosphäre ist entspannt und angenehm, manchmal treten Straßenkünstler auf und Verkäufer bieten Bio-Gerichte an. Nur eines finden Sie hier nicht: Touristenmassen."

Nowkölln Flowmarkt, Maybachufer, von 16. Juni an jeden zweiten Sonntag im Monat, www.nowkoelln.de

Text und Bild: Sharon Mertins, Spotted by Locals Berlin

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Quelle: Sharon Mertins

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Ting Ding Atelier

"Wenn meine Freunde Berlin besuchen, fragen sie als erstes, wo sie schöne Vintageklamotten finden. In einigen Second-Hand-Shops kenne ich mich zwar aus, aber das war immer Glückssache. Nun kann ich aber im Sinne des Recyclings etwas weiterempfehlen.

In meinem Viertel hat sich ein Laden auf das Redesign alter Pullover, Hosen und sonstiger Klamotten spezialisiert, insofern sie genug Material für ein neues Teil abgeben. Größen mag man hier nicht, also passen die Teile jedem irgendwie anders. Sie haben schicke Kleider, die das Mittelstück eines Shirts oben und das obere Stück eines Regenmantels als Rock haben. Und Mini-Sommerkleider aus Shirts mit Baumwollkrägen, deren Ärmel als trendy Gürtel dienen; außerdem Kapuzenpullis, Röcke und Hosen.

Meine Worte werden dem Design nicht gerecht, also machen Sie sich selbst ein Bild. Die Preise liegen zwischen 80 und 150 Euro. Wenn man bedenkt, dass es hier nur Einzelstücke gibt, die noch dazu liebevoll gefertigt wurden, ist das nur fair. Also wenn Sie etwas Besonderes suchen - hier werden Sie fündig."

Ting Ding Atelier, Bürknerstraße 11, Montag-Freitag 14.19 Uhr, Samstag 11-18 Uhr, tingding.jimdo.com

Text und Bild: Sharon Mertins, Spotted by Locals Berlin

Spotted by Locals Berlin Deutschland Städtereise Städtetipps Reisetipps Wonder Waffel

Quelle: Sarah Curth

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Wonder Waffel

"Sie glauben, Waffeln sind nichts Besonderes? Dann gehen Sie mal nach Kreuzberg ins Wonder Waffel. Zwei Wörter beschreiben diese speziellen Teigkuchen: süß und bunt. Und das Beste: Sie können Ihre eigene Waffel zusammenstellen.

Was auch immer Sie wünschen - Wonder Waffel hat es. Füllen Sie Ihre Waffel mit frischen Erdbeeren, Mangostückchen, Kokosnusspralinen, Smarties, Schokoladensoße oder auch nur mit dem Klassiker: Apfelsoße und Sahne. Bitte passen Sie auf, dass Sie nicht süchtig danach werden!

Ursprünglich kommen die Waffeln aus Belgien und Frankreich, wo man Waffeleisen aus dem neunten Jahrhundert entdeckt hat. Spätestens im 15. Jahrhundert war es auch in Deutschland verbreitet. Aber damals gab es Waffeln nicht für jedermann, sondern nur für die wohlhabenden Bürger und zu besonderen Anlässen.

Wenn Sie Ihren Hunger vorher mit etwas Handfestem stillen wollen, kann ich Ihnen eines der besten libanesischen Schawarma- und Falafelrestaurants in Kreuzberg empfehlen. Der Take-Away-Laden Maroush (Adalbertstraße 93) liegt gleich nebenan. Probieren Sie den gemischten 'Maroush Teller'."

Wonder Waffel, Adalbertstraße 88, Montag bis Donnerstag 11.30 Uhr-23 Uhr, Freitag und Samstag 11.30 -1 Uhr, Sonntag 12-1 Uhr, www.wonderwaffel.de. Auch in Friedrichshain (Simon-Dach-Straße 7) oder Neukölln (Neckarstraße 2) gibt es Filialen.

Text und Bild: Sarah Curth, Spotted by Locals Berlin

Spotted by Locals Berlin Deutschland Städtereise Städtetipps Reisetipps Haliflor

Quelle: Sharon Mertins

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Haliflor

"Angesichts der Vielzahl an Bars und Cafés in einer Großstadt wie Berlin ist es nicht leicht, den Laden zu finden, der einen aufgrund seines 'ich weiß nicht was' wirklich begeistert. Für mich ist es das Haliflor. Warum? Es liegt in einer ruhigen Seitenstraße in Mitte, hier gibt es köstliches Bio-Frühstück mit spielerischen Namen.

Der Hauptgrund, warum ich diese Bar für ein Kleinod halte: Sie verkörpert für mich die Einzigartigkeit und Freiheit Berlins, die so viele hier suchen. Fast jeder Gegenstand an diesem Ort wurde vom Inhaber mit Liebe entworfen und eigenhändig hergestellt, von den Tischen bis zu den meisten Lampen und beweglichen Fenstern.

Aber auch ohne das zu wissen: Es sind dieses rustikale Gefühl, der minimalistische Art-deco-Stil, die Art und Weise, wie die Fenster sich nur mit Hilfe der daran befestigten Steine schließen lassen, die Polsterung, die aus vielen Stühlen platzt, die entspannte und freundliche Haltung der Menschen, die hier arbeiten, die Form der Lampen, die komplette Absenz von Kommerz, und die Farben, die mich zurückversetzen in eine andere Zeit. Ich kann mir nicht helfen, aber hier denke ich mir oft: 'Oh ja, ich bin in Berlin'."

Haliflor, Schwedter Str. 26, täglich von 10-2 Uhr

Text und Bild: Sharon Mertins, Spotted by Locals Berlin

© Süddeutsche.de/cag/kaeb/rus

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