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Amorgos in Griechenland:Eine Insel wie eine Zeitreise

Amorgos

Bei einer Wanderung über die Insel hat man immer wieder schöne Ausblicke aufs Meer.

(Foto: Richard Fraunberger)

Das Meer ein Wahnsinnsblau, überall alte Maultierpfade, aber kaum ein Mensch: Die Kykladeninsel Amorgos war schon immer ein Ort für jene Seelen, die die Einsamkeit lieben. Und sie ist wie geschaffen fürs Wandern.

Er weiß nicht, was es war, das ihn so in den Bann zog, die Kargheit vielleicht, die Stille, das Fernsein vom Lärm der Welt. Alles war anders als zu Hause. Anfangs kam er einmal im Jahr. Er wanderte über die Insel, über Berge und verlassene Terrassenfelder, sah die Sonne im Meer versinken und am samtschwarzen Firmament eine glitzernde Sternenfülle. Er kam immer öfter, manchmal fünfmal im Jahr, übergab das Kaffeehaus, das er führte, einem Freund, nahm den Bus, dann die Fähre, war den ganzen Tag unterwegs. Eine lange Reise von Kilkis, seiner Heimatstadt unweit der bulgarischen Grenze bis nach Amorgos, einer kleinen, windzerzausten Kykladeninsel mitten in der Ägäis. Eines Tages kehrte er nicht mehr zurück. Theofilos kam als Tourist und blieb als Mönch.

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