Wahlrecht "Gleichgewicht der Generationen"

Renate Schmidt, 73, war bis 2009 SPD-Abgeordnete, sowohl im bayerischen Landtag wie im Bundestag. Von 2002 bis 2005 war sie Bundesfamilienministerin. Ehrenamtlich engagiert sie sich etwa im Deutschen Familienverband.

(Foto: privat)

"Nur wer wählt, zählt": Die frühere Familienministerin Renate Schmidt wirbt für ein Wahlrecht für Kinder - von Geburt an.

Interview von Ulrike Heidenreich

- Der Deutsche Familienverband fordert ein Wahlrecht von der Geburt an. Am Montag startete dazu eine bundesweite Kampagne, zahlreiche Politiker von Wolfgang Thierse (SPD) bis Paul Ziemak (Jungen Union) unterstützen das. SPD-Politikerin Renate Schmidt ist Schirmherrin der Initiative "Nur wer wählt, zählt."

SZ: Sollen künftig schon Kleinkinder wählen gehen dürfen?

Renate Schmidt: Natürlich werden Babys nicht zur Wahl schreiten. Wir schlagen vor, das Wahlrecht von Geburt an, solange es die Kinder noch nicht selbst ausüben können, von ihren Eltern stellvertretend ...