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Kongress-Vorwahlen der US-Republikaner:Mehrheitsführer Cantor unterliegt Tea-Party-Newcomer

Republikaner Eric Cantor

Überraschend seinem Konkurrenten von der Tea-Party-Fraktion unterlegen: Mehrheitsführer Eric Cantor

(Foto: Mandel Ngan/AFP)

Überraschung bei den republikanischen Vorwahlen: Der Mehrheitsführer im US-Repräsentantenhaus, Eric Cantor, hat eine schwere Niederlage erlitten. Sein erfolgreicher Widersacher könnte der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung zu neuem Aufschwung verhelfen.

Der Mehrheitsführer im US-Repräsentantenhaus, Eric Cantor, hat bei den republikanischen Kongress-Vorwahlen eine schwere Niederlage erlitten. Der Sender CNN sprach von einem "politischen Erdbeben". Cantor verlor am Dienstag im 7. Kongress-Bezirk Richmond im Bundesstaat Virginia deutlich gegen den bisher weitgehend unbekannten Kandidaten der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung, Dave Brat.

Cantor gestand die Niederlage ein. "Es ist zwar enttäuschend, aber ich glaube an dieses Land. Ich glaube, dass hinter der nächsten Ecke für uns alle eine Chance wartet."

Cantor galt als möglicher Nachfolger für den Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner. Sein erfolgreicher Widersacher ist Wirtschaftsprofessor und Politik-Neuling. Brats Erfolg aus dem Stand heraus dürfte der ideologisch stark ausgerichteten Tea-Party-Bewegung neuen Auftrieb geben, sagte CNN-Expertin Dana Bash in einer ersten Analyse.

Politikprofessor Larry Sabato von der University of Virginia sprach in der Zeitung Richmond Times-Dispatch von einer der größten Wahl-Überraschungen in der jüngeren US-Politik. In den USA finden im November Kongresswahlen statt.