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Nach Sturm auf das Kapitol:US-Repräsentantenhaus sagt aus Sorge vor neuem Angriff Sitzung ab

Die Sicherheitsbehörden fürchten, dass Milizen erneut das Kapitol stürmen wollen. Sie berufen sich auf Geheimdienst-Informationen.

Die Behörden in den USA warnen vor einem neuen Angriff auf das Kapitol. Das US-Repräsentantenhaus sagt deshalb eine für Donnerstag geplante Sitzung ab. Wegen der Sicherheitsbedrohung nehme man Abstand von der Zusammenkunft, teilte ein demokratischer Berater mit. Die Kapitolpolizei hatte zuvor unter Berufung auf Geheimdienst-Informationen gewarnt, dass Milizenmitglieder erneut das Kapitol stürmen wollten.

Am 6. Januar waren Anhänger des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump scharenweise in das Kapitol eingedrungen in der Absicht, die Senatoren und Abgeordneten daran zu hindern, den Sieg von Joe Biden bei der Präsidentenwahl offiziell zu bestätigen. Mehrere Menschen starben während des beispiellosen Angriffs, der weltweit für Entsetzen sorgte. Mehr als 300 Menschen wurden bislang wegen ihrer Rolle bei den Ausschreitungen angeklagt, darunter einige mit Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen.

© SZ/rtr/aner/jsa
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