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US-Regierung:Biden erlebt ersten Rückschlag bei Besetzung von Top-Position

Joe Biden

US-Präsident Joe Biden bei einer Rede im Weißen Haus am Dienstag.

(Foto: Evan Vucci/AP)

Seine Kandidatin für die Leitung des Haushaltsamts der Regierung wird von vielen Senatoren abgelehnt - und zieht ihre Bewerbung zurück.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat bei der Bestätigung seiner Kabinettsmitglieder und Behördenchefs durch den Senat erstmals einen Rückschlag einstecken müssen. Er habe den Rücktritt von Neera Tanden als Kandidatin für die Leitung des Haushaltsamts der Regierung (Office of Management and Budget, kurz OMB) angenommen, erklärte der Präsident am Dienstagabend (Ortszeit).

Viele Republikaner und mindestens ein demokratischer Senator hatten Tandens Kandidatur abgelehnt. Sie bemängelten frühere Aussagen Tandens, die sich unter anderem auf Twitter sehr abschätzig über führende Republikaner geäußert hatte. Das OMB ist eine weniger bekannte Behörde, die aber für das Funktionieren der Regierungsgeschäfte sehr wichtig ist. Mit dem Rückzug der Kandidatur blieb Biden eine absehbare Niederlage bei der Abstimmung im Senat erspart.

Die umstrittene Kandidatin Neera Tanden, 50, zieht ihre Bewerbung zurück. (Archivbild)

(Foto: CHANDAN KHANNA/AFP)

Bislang konnte Biden seine Kandidaten für Ministerposten und Behördenleitungen im Senat jeweils mit einer überparteilichen Mehrheit durchsetzen. Die Demokraten alleine halten derzeit genau 50 der 100 Sitze im Senat. Die Kammer des Kongresses muss allen Top-Personalien der Regierung zustimmen. Biden erklärte, er habe "größten Respekt" für Tanden, für ihre Erfahrung und ihren Rat. Er freue sich darauf, sie nun in einer anderen Rolle in den Dienst der Regierung zu bringen.

Tanden erklärte in einem vom Weißen Haus verbreiteten Schreiben an Biden, es sei ihr eine Ehre gewesen, für den Posten nominiert zu sein. "Leider scheint es jetzt klar, dass es keinen Weg gibt, (vom Senat) bestätigt zu werden", schrieb Tanden demnach. Sie wolle verhindern, dass ein Festhalten an der Nominierung zur Last für die Regierung werde.

© SZ/dpa/aner/hij
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