bedeckt München 24°

"Super Tuesday" bei den Demokraten:Klobuchar und Buttigieg unterstützen Joe Bidens Kampagne

Joe Biden, Amy Klobuchar

Am Montagnachmittag gab Amy Klobuchar ihre eigene Bewerbung auf. Am Montagabend stand sie bereits als Rednerin für Joe Bidens Kampagne auf der Bühne.

(Foto: AP)
  • Nach Pete Buttigieg steigt auch Amy Klobuchar aus dem Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur aus.
  • Beide wollen ab sofort den Wahlkampf von Ex-Vizepräsident Joe Biden unterstützen - gegen den aktuellen Favoriten Bernie Sanders.
  • Mit dem "Super Tuesday" geht die Vorwahl der Demokraten in eine entscheidende Phase. Über ein Drittel der Delegiertenstimmen werden an diesem Dienstag vergeben.

Das Feld der demokratischen Bewerber um die US-Präsidentschaft lichtet sich zusehends. Nachdem zuletzt der frühere Bürgermeister aus Indiana Pete Buttigieg seinen Ausstieg erklärte, folgt ihm nun die Senatorin Amy Klobuchar.

Sie werde künftig Joe Biden unterstützen, sagte Klobuchar. Bei einem gemeinsamen Wahlkampfauftritt mit Biden in Dallas, Texas, sagte Klobuchar: "Ich kann mir keinen besseren Weg vorstellen, meinen Wahlkampf zu beenden, als mich seinem anzuschließen."

Buttigieg hatte sich nach seinem Ausstieg gestern zunächst bedeckt gehalten, wem seine künftige Unterstützung gelte. Am Montagabend sagte auch er dem Ex-Vizepräsident unter Barack Obama seine Unterstützung zu. "Wir brauchen eine Politik, in der es um Anstand geht. Das ist es, was Joe Biden sein ganzes Leben lang praktiziert hat." Ebenfalls in Dallas rief Buttigieg alle seine Unterstützer dazu auf, sich für die Kandidatur Bidens einzusetzen. "Ich suche nach einem Anführer, ich suche nach einem Präsidenten, der das Beste aus uns allen herausholen wird. Wir haben diesen Anführer in Vizepräsident, dem baldigen Präsidenten, Joe Biden gefunden."

Wichtige Unterstützung für Ex-Vizepräsident Biden

Biden (77), der halb so alte Buttigieg und Klobuchar (59) gehören zum moderaten Flügel der Demokraten. Nach vier Vorwahlen liegt bislang Senator Bernie Sanders (78) vorne, der sich als einen "demokratischen Sozialisten" bezeichnet. Sanders führt das Feld der Kandidaten auch bei landesweiten Umfragen an. Biden schien bei den Vorwahlen der Demokraten schon fast abgeschrieben, bis er am Samstag in South Carolina einen deutlichen Sieg für sich verbuchten konnte.

Beim "Super Tuesday" wird am Dienstag in mehr als einem Dutzend der 50 US-Bundesstaaten abgestimmt, welcher Kandidat der Demokraten Trump herausfordern soll. Bei den Demokraten geht es dabei um die Stimmen von mehr als einem Drittel aller Delegierten, die beim Nominierungsparteitag im Sommer letztlich den Präsidentschaftskandidaten bestimmen.

Diese Kandidaten sind noch im Rennen

Neben Biden sind noch vier weitere Kandidaten im Rennen: Im linken Lager gilt vor allem Bernie Sanders als aussichtsreich, eine weitere linke Kandidatin ist Elizabeth Warren. Konservativere Positionen werden neben Biden von dem New Yorker Multimilliardär Mike Bloomberg vertreten. Als wenig chancenreich gilt die Abgeordnete Tulsi Gabbard, 38.

Alles Wichtige zur Wahl in den USA: in unserem neuen wöchentlichen Newsletter - jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Kostenlose Anmeldung: sz.de/usa-newsletter. Und per Push-Mitteilung über unsere Smartphone-App - hier geht es zur kostenlosen Installation. Sie nutzen unsere App bereits? Dann melden Sie sich hier für die Push-Mitteilung an.

© SZ.de/mxm/bepe/fie
Pete Buttigieg tritt ab und küsst seinen Ehemann

Meinung
US-Präsidentschaftskandidatur
:Buttigieg hat ein Zeichen der Normalität gesetzt

Pete Buttigieg hat seinen Ehemann im nationalen Fernsehen auf offener Bühne geküsst. Er war der erste offen homosexuell lebende Kandidat, der je Delegiertenstimmen in Vorwahlen der USA gewonnen hat. Damit hat er das Land verändert.

Kommentar von Thorsten Denkler, New York

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite