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Interaktiver Atlas:Gesundheit

Italien war einmal ein Paradies für kranke Menschen. 624 Ärzte kamen auf 100.000 Bewohner - das war 2003 und Italien damals einsame Spitze in Europa. Die Ärztequote war fast doppelt so hoch wie in der Bundesrepublik. Doch dann ging es steil abwärts und auf 100.000 Italiener kamen nur noch 365 Ärzte. Inzwischen haben sich die Werte wieder etwas erholt. Spitzenreiter ist nun allerdings Griechenland, wo die Quote bei 612 liegt (Jahr 2009). Deutschland befindet sich mit 364 Ärzten pro 100.000 Einwohner im oberen Mittelfeld. Schlusslicht ist die Türkei.

Die Zahl der Krankenhausbetten sinkt in den meisten Regionen Europas. Ganz anders in Mecklenburg-Vorpommern: Dort sind die Patienten mit 1248 Betten pro 100.000 Einwohner (2009) paradiesisch versorgt. In der türkischen Region Güneydoğu Anadolu (Südostanatolien) betragen die Kapazitäten nur 14 Prozent dieses Wertes.

Die gesündesten Herzen unter den Europäern haben die Iren. 207 von 100.000 Inselbewohnern sterben in einem Jahr an einer Herz-Kreislauf-Krankheit. In Bulgarien ist dieser Wert fast fünf Mal so hoch, Deutschland liegt hier wie auch bei Todesfällen durch Krebs und Atemwegserkrankungen im Mittelfeld. In ganz Europa sinkt die Zahl der Aidstoten. Am meisten Menschen sterben noch in Portugal (6,1 Tote auf 100.000 Einwohner im Jahr 2010) an Aids, gefolgt von Estland und Lettland. Die wenigsten Todesfälle durch HIV-Infektionen melden Schweden und Finnland.

In Österreich wächst die Zahl der Drogentoten seit Mitte der 90er Jahre. 2009 sind es 2,7 Tote auf 100.000 Einwohner. Deutschland kommt im selben Jahr auf einen Wert von 1,0 - was europaweit immer noch der dritthöchste Wert ist.

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