Seite Drei zum Referendum in Italien:Zurück bleibt ein Schlachtfeld

Lesezeit: 6 min

Beppe Grillo, the founder of the anti-establishment 5-Star Movement, arrives to attend a march in support of the 'No' vote in the upcoming constitutional reform referendum in Rome

In Umfragen sagen 30 Prozent der Italiener, dass sie bei Parlamentswahlen Cinque Stelle, die Partei von Beppe Grillo, wählen würden.

(Foto: REUTERS)

Was die vielen Italiener, die Matteo Renzi verachten, wirklich wollen, außer nun mal Matteo Renzi zu verachten? Vor allem Beppe Grillo wird auf diese Frage womöglich mal eine Antwort geben müssen.

Von Oliver Meiler

Und dann war plötzlich alle Energie weg, sichtbar, wie ausgehaucht. Seine jungenhafte Dynamik, einfach erlahmt. Es war schon nach Mitternacht, 0.25 Uhr, als Matteo Renzi vor die Italiener trat und die Niederlage einräumte. Live aus dem Palazzo Chigi, dem Sitz der Regierung, Sala dei Galeoni. Hinter ihm noch einmal die Fahnen Italiens und Europas. Dazu schwere, düstere Kunst, ein Schlachtgelage, die ganze Wand voll. Es gibt Momente, da erdrückt der Prunk der barocken römischen Machtpaläste ihre Mieter, statt sie zu feiern, sie zu glorifizieren. Gerade in der Niederlage.

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