Sowjet-Soldaten über Stalingrad – Ablauf der Straßenkämpfe

"Die Straßenkämpfe waren sehr schwer. Hinter jedem Stein sitzt einer. Die Deutschen stellen MGs auf, tarnen sie und feuern, außerdem schicken sie Scharfschützen auf die Dächer. Wir müssen aber Straßen, Plätze, Gassen überqueren. Es gab Opfer bei uns, aber die kriegten mehr ab. Sie machten es so: verschanzten sich in einem Haus, brachten MGs in Stellung, MPi-Schützen, Scharfschützen, Panzerbüchsen-Schützen; die übrigen saßen im Keller, damit es weniger Verluste gab. Wir wiederum brachten unsere MPi- und PBü-Schützen in Stellung, die die Gefechtspunkte erfolgreich vernichteten. Jeder Soldat hatte Handgranaten. Sobald gegnerisches Feuer aufkam, nahmen wir die Stelle aufs Korn und vernichteten das feindliche Feuer. Wenn das Feuer schwächer geworden war, schickten wir die Soldaten nach vorne. In die Keller wurden massenhaft Granaten geworfen."

(Hauptmann Iwan Bucharow, aus: Hellbeck: Stalingrad-Protokolle, S. 284/285)

Foto: Russische Soldaten beim Angriff in Stalingrad im Herbst 1942

Bild: Scherl 19. November 2012, 18:122012-11-19 18:12:01 © Süddeutsche.de/gal/odg/sana/rus