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Rot-Schwarz in Berlin:SPD und CDU geben Senatoren bekannt

Die große Koalition in Berlin nimmt Konturen an: Der Regierende Bürgermeister Wowereit und CDU-Landeschef Henkel beenden das Rätselraten um die Senatorenposten und stellen die Mitglieder der neuen Landesregierung vor. Doppelte Überraschung: Auf der Berliner Senatsbank nehmen zwei Frauen Platz, mit denen niemand gerechnet hatte.

Die Pankower SPD-Abgeordnete Sandra Scheeres wird neue Bildungssenatorin in Berlin. Landesvorstand und Fraktion der SPD nominierten die 41 Jahre alte zweifache Mutter am Montag. "Sie weiß aus ihrem Alltag, welche Problemlagen sich für junge Familien stellen", begründete der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) seine Auswahl für das Ressort, das Kitas, Schulen und Hochschulen umfasst.

Wowereit stellt SPD-Senatoren vor

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD, Mitte) und Berlins neue sozialdemokratischen Senatoren : Michael Müller (links), Dilek Kolat, Sandra Scheeres und Ulrich Nußbaum.

(Foto: dpa)

Die CDU will noch am Montagabend eine Quereinsteigerin für das Wirtschaftsressort benennen: Die Volkswirtin Sybille von Obernitz vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag könnte nach dem Willen von Landeschef Frank Henkel das Wirtschaftsressort übernehmen.

Die SPD berief außerdem die türkischstämmige Haushaltspolitikerin Dilek Kolat zur Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration. Der langjährige Fraktionsvorsitzende, Landeschef Michael Müller, übernimmt wie erwartet das Ressort Stadtentwicklung, Wohnen, Verkehr, Umwelt. Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) bleibt im Amt. "Mit diesen Kandidaten ist die Sachkompetenz vorhanden, die die Ressorts mit Leben erfüllen werden", sagte Wowereit.

Für die CDU wollte Henkel einem Kleinen Parteitag auch die Abgeordneten Michael Braun und Mario Czaja vorschlagen, die die Ressorts für Justiz und Verbraucherschutz sowie Gesundheit und Soziales übernehmen könnten. Für Henkel selbst bliebe das Innenressort. Die Senatoren sollen an diesem Donnerstag vereidigt werden.

© sueddeutsche.de/dpa/infu
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