Lüneburg:Reservisten sollen rechtsextreme Wehrsportgruppe gebildet haben

Schießübung bei der Bundeswehr

Uniform eines Soldaten (Symbolfoto)

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Ermittler durchsuchen mehrere Objekte in Niedersachsen, NRW und Berlin. Dabei finden sie Waffen sowie Munition.

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt gegen mehrere Bundeswehrreservisten, die sich zu einer rechtsextremen Wehrsportgruppe zusammengeschlossen haben sollen. Zuvor war bekannt geworden, dass die Polizei in einem Großeinsatz mehrere Objekte mutmaßlicher Rechtsextremisten in drei Bundesländern durchsucht hat.

Insgesamt gebe es neun Beschuldigte, darunter seien sechs Reservisten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Bei sieben Beschuldigten habe es Durchsuchungen gegeben, darunter waren vier Reservisten.

Die Beamten fanden Waffen, Waffenteile und Munition. Ein "nicht unerheblicher Anteil" der Waffen müsse zunächst begutachtet werden, bislang könne sie zu den Funden nichts sagen, hieß es von der Sprecherin. Die Ermittlungen dauern an. Die Verdächtigen seien männlich und 37 bis 53 Jahre alt. "Neben den Waffen und Bundeswehrequipment stellten die Beamten Material sicher, das auf eine rechtsextreme Gesinnung der Gruppierung schließen lasse", schreibt der Spiegel.

Durchsuchungen gab es nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums am Mittwoch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Orte wurden nicht genannt, in Niedersachsen geht es um das Gebiet der Polizeidirektionen Lüneburg und Hannover. Im Einsatz waren nach Ministeriumsangaben fast 200 Polizeibeamte und Spezialkräfte unter Leitung des Landeskriminalamts Niedersachsen.

© SZ/dpa/jael/berj
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