bedeckt München 16°

Rede vor heimgekehrten Truppen:Obama dankt Soldaten für Irak-Einsatz

"Willkommen daheim": In seiner Rede auf der Militärbasis Fort Bragg dankt Obama Soldaten für ihren Einsatz in Irak. Zugleich würdigt er das Ende des Krieges dort - perfekt sei Irak zwar nicht, aber ein Land, das "souverän und stabil" sei.

Mit einer Rede vor heimgekehrten Soldaten hat US-Präsident Barack Obama am Mittwoch das Ende des Irakkriegs gewürdigt und den Truppen für ihren Einsatz gedankt. "Im Namen einer dankbaren Nation bin ich stolz darauf, endlich diese zwei Worte zu sagen: Willkommen daheim", rief Obama den Soldaten auf der Militärbasis Fort Bragg im US-Bundesstaat North Carolina zu. Der Präsident, der zugleich höchster Kommandeur der US-Truppen ist, sprach von einem "historischen Augenblick für unser Land und unser Militär".

Obama in Fort Bragg

Nach seiner Rede schüttelt Präsident Obama Soldaten in Fort Bragg die Hände.

(Foto: AFP)

Obama lobte die "außergewöhnlichen Errungenschaften" der USA in Irak. "Wir hinterlassen einen souveränen, stabilen und selbständigen Irak, mit einer vom Volk gewählten Regierung", sagte Obama, der mit seiner Frau Michelle nach Fort Bragg gekommen war. "Und wir beenden einen Krieg nicht mit einer finalen Schlacht, sondern mit einem finalen Marsch nach Hause." Damit gehe eines der "außerordentlichsten Kapitel in der Geschichte der amerikanischen Streitkräfte" zu Ende. "Heute erinnern wir uns an alles, was ihr geleistet habt, um dies zu ermöglichen", sagte er an die Soldaten gerichtet. Er erinnerte auch an die großen Opfer, die die Soldaten und deren Familien erbracht hätten.

"Irak ist kein perfekter Ort", fügte Obama jedoch hinzu. "Es liegen Herausforderungen vor ihm." Auch nach dem Abzug würden die USA Irak weiter unterstützen, sagte Obama weiter.

Obama hatte im Oktober den vollständigen Abzug aller US-Soldaten aus Irak bis Jahresende angekündigt. Zuvor waren Verhandlungen zwischen Bagdad und Washington über den Verbleib mehrerer tausend Soldaten zur Ausbildung der irakischen Truppen gescheitert. Auf dem Höhepunkt waren im Jahr 2007 rund 170.000 US-Soldaten im Irak stationiert. In dem fast neunjährigen Einsatz kamen mehr als 4400 US-Soldaten und zehntausende irakische Zivilisten ums Leben.