DDR-Flüchtlinge in PragDer Tag, an dem der erste Stein aus der Mauer brach

Vor 30 Jahren flohen Tausende DDR-Bürger in die bundesdeutsche Botschaft in Prag und hofften, von dort aus in den Westen zu gelangen. Dann kam Hans-Dietrich Genscher.

Ende September 1989 war die Lage in der bundesdeutschen Botschaft in Prag dramatisch. Zuerst Hunderte, dann Tausende DDR-Bürger hatten sich in die Vertretung in der tschechoslowakischen Hauptstadt geflüchtet, um von dort aus nach Westdeutschland zu gelangen. Ein Affront gegen die DDR, die versuchte, die Flüchtigen zu einer Rückkehr zu bewegen. Doch diese weigerten sich, legten sogar eine "mehr und mehr militante Haltung" an den Tag, wie sich der damalige Botschafter Hermann Huber später erinnerte. Einige drohten mit Hungerstreik.

Bild: SZ Photo 30. September 2019, 10:302019-09-30 10:30:12 © SZ.de/gal/thba/mcs