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Präsidentschaftswahl:Türkische Opposition einigt sich auf gemeinsamen Kandidaten

Ekmeleddin Ihsanoglu

Er soll gegen den amtierenden Ministerpräsidenten Erdoğan antreten - sofern dieser tatsächlich kandidiert: Ekmeleddin İhsanoğlu

(Foto: AP)

Konkurrenz für Ministerpräsident Erdoğan: Die beiden größten Oppositionsparteien in der Türkei haben sich auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt. Ekmeleddin İhsanoğlu wird bei der Präsidentenwahl im August antreten.

Die zwei größten türkischen Oppositionsparteien, CHP und MHP, haben sich auf Ekmeleddin İhsanoğlu als gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten geeinigt. Dieser sei diplomatisch und fern von Streitigkeiten, sagte der Vorsitzende der rechtsnationalen MHP, Devlet Bahçeli, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Chef der säkularen CHP, Kemal Kılıçdaroğlu, in Ankara.

İhsanoğlu war bis vor kurzem noch Generalsekretär der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC). Er hat sich bisher nicht öffentlich zu der Nominierung geäußert. Die Präsidentenwahl ist für den 10. August angesetzt. Es wird das erste Mal sein, dass die Türken ihren Präsidenten direkt wählen. Bislang wurde er vom Parlament bestimmt.

Die Regierungspartei AKP hat noch keinen Kandidaten aufgestellt. Experten gehen aber davon aus, dass Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan für das Amt kandidieren wird. Erstmals dürfen bei der Wahl auch Türken im Ausland teilnehmen.