Österreich:"Das ist eine fix eingebuchte Maßnahme für den Tourismus"

Österreich: "Kreisky war exzellent in Symbolpolitik - jeder hatte das Gefühl, einen aktiven Beitrag zu leisten", sagt Oliver Rathkolb über den SPÖ-Kanzler, der 1974 die Energieferien einführte.

"Kreisky war exzellent in Symbolpolitik - jeder hatte das Gefühl, einen aktiven Beitrag zu leisten", sagt Oliver Rathkolb über den SPÖ-Kanzler, der 1974 die Energieferien einführte.

(Foto: Matthias Röder/dpa)

Vor 50 Jahren führte die Regierung Kreisky in der Ölpreiskrise die Energieferien in Österreich ein. Auch heute gibt es noch die schulfreie Woche im Februar - warum eigentlich? Ein Gespräch mit dem Historiker Oliver Rathkolb.

Interview von Valentina Reese

Hohe Spritpreise, Schlangen vor den Tankstellen - so wirkte sich der Jom-Kippur-Krieg Ende 1973 in Österreich aus. Die SPÖ-Regierung unter Bundeskanzler Bruno Kreisky musste rasch handeln. Sie verordnete einen autofreien Tag pro Woche, ein Tempolimit von 100 km/h und eine Woche Energieferien für alle Schulen. Der Historiker Oliver Rathkolb, 68, spricht über den Umgang mit der Ölpreiskrise und die Parallelen zur heutigen Zeit. Rathkolb ist Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien und wurde von Kreisky als SPÖ-Mitglied angeworben.

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