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Migration - Halle (Saale):Projekt für Eltern mit Migrationsgeschichte vor dem Aus

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Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Das vor knapp zwei Jahren in Sachsen-Anhalt ins Leben gerufene Bildungsprojekt für Eltern mit Migrationsgeschichte NEMSA steht vor dem Aus. "Leider läuft die Finanzierung durch den EU-Asyl- und Migrationsfonds über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Ende Juni aus", teilte das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (Lamsa) in Dessau-Roßlau am Montag mit. Ob das Projekt danach weiter gefördert werde, sei ungewiss. Die Fristen für eine weitere Förderung seien mehrfach verschoben worden. Ob die Bearbeitung der neuen Anträge beim BAMF rechtzeitig ermöglicht werde, könne nicht gesagt werden.

"Gerade jetzt sind viele Zugewanderte noch mehr auf Unterstützung angewiesen", erklärte Projektleiterin Anja Treichel mit Blick auf die Corona-Situation. Homeschooling und die schrittweise Rückkehr der Kinder in die Schulen stelle für viele Eltern eine riesige Herausforderung dar.

Das Projekt unterstützt seit knapp zwei Jahren Familien mit einer Migrationsgeschichte bei Fragen rund um Kita, Schule und Hort. Ziel sei, dass sich zugewanderte Eltern schnell im deutschen Schul- und Kitasystem zurechtfinden könnten. Derzeit seien Beratungen online oder per Telefon möglich. Die Abkürzung NEMSA steht für Netzwerk der Eltern mit Migrationsgeschichte in Sachsen-Anhalt.

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