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Mazedonien:Alle Augen auf das Parlament

Gegner einer Namensänderung freuen sich in Skopje.

(Foto: Armend Nimani/AFP)

Das Referendum ist gescheitert, nun sollen die Abgeordneten über eine Umbenennung des Landesnamens befinden.

Mazedoniens Premierminister Zoran Zaev hat eine Schlacht verloren, doch den Kampf für eine Anbindung seines Landes an den Westen will er fortsetzen. Nachdem das von der Regierung angesetzte Referendum über einen Ausgleich mit Griechenland im jahrzehntelangen Namensstreit am Sonntag an einer zu geringen Wahlbeteiligung gescheitert ist, soll nun das Parlament in die Pflicht genommen werden. Dort soll möglichst bald über die mit Athen vereinbarte Änderung des Staatsnamens in Nord-Mazedonien abgestimmt werden, die den Weg des Landes zur Mitgliedschaft in Nato und EU ebnen soll. Weil im Parlament dazu eine Zweidrittel-Mehrheit nötig ist, sind die Chancen für einen Erfolg allerdings eher gering. Am Ende könnten Neuwahlen stehen - und damit auch wieder neue Verhandlungen mit Griechenland.

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