Bauernpräsident im Interview "Das Land wird abgehängt"

Bauernpräsident Joachim Rukwied über das Problem mit der Gülle, drohende Milliardenstrafen der EU und warum er befürchtet, dass noch mehr Menschen als bisher aus den Dörfern wegziehen könnten.

Interview Von Markus Balser

Wenn sich nächste Woche Tausende Landwirte zum Deutschen Bauerntag in Wiesbaden treffen, herrscht Krisenstimmung. Die Umweltkritik fällt immer härter aus, Brüssel will Subventionen radikal kürzen, Extremwetter bedroht Ernten. Selbst Bauernpräsident Joachim Rukwied sieht beim Ausmaß der Tierhaltung Grenzen erreicht: "Da geht einfach nicht mehr."

SZ: Herr Rukwied, kaum eine Branche steht so in der Kritik wie die Landwirtschaft. Der Umgang mit Tieren und Umwelt stößt bei den Bürgern auf immer mehr Widerstand. Werden Sie auf dem Bauerntag vor schweren Zeiten ...