Krieg in Libyen:Meterhohe Müllberge

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Der Müll türmt sich zum Teil meterhoch in den Straßen. In einigen Stadtteilen zündeten Einwohner ihn an, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern. Die Wasserversorgung war größtenteils unterbrochen. Viele Bewohner liefen mit leeren Containern zu Moscheen, die häufig Brunnen in ihren Innenhöfen besitzen, um sich dort mit Wasser einzudecken. Eine Moschee warnte bereits: "Kein Wasser übrig."

Müllberge in Tripolis

In den Straßen von Tripolis türmt sich der Müll.

(Foto: dpa)

Der Übergangsrat bemüht sich, die Lage in den Griff zu bekommen. So dringen die Rebellen darauf, die eingefrorenen libyschen Gelder im Ausland freizugeben. Dies würde helfen, die Sicherheit wieder herzustellen und die Wirtschaft anzukurbeln. Doch hat der Rat auch noch viel mit sich selbst zu tun: Zahlreiche seiner Mitglieder müssen erst noch von Benghasi im Osten des Landes nach Tripolis umziehen. Zudem wird in Sirte, einer der letzten Bastionen Gaddafis, eine wichtige Küstenstraße nach Tripolis weiterhin von Streitkräften Gaddafis blockiert. Die Küstenstadt zu erobern wird nach Eingeständnis der Aufständischen noch mindestens zehn Tage dauern.

Auch Tage nach dem Einmarsch in Tripolis suchen die Rebellen bislang vergeblich nach Gaddafi und dessen Söhnen. "Wir haben keine gesicherten Erkenntnisse über ihren Aufenthaltsort", sagte der Chef des Übergangsrates, Mustafa Abdel Dschalil. Ein Sprecher des Rates bekräftigte, Verhandlungen mit Gaddafi werde es nur geben, wenn dieser sich ergebe. "Wenn er sich ergeben will, werden wir verhandeln und ihn gefangennehmen", sagte der Finanzchef der Rebellen, Ali Tarhuni.

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