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Krankheit und Job:Mal wieder krankgeschrieben?

Ein leichtes Kratzen im Hals ist noch zu ertragen, bei Fieber sollte man besser nicht mehr zum Dienst erscheinen.

(Foto: Illustration Jessy Asmus/SZ.de)

Wenn Menschen sich krankschreiben lassen, sind Beschwerden häufig nur Nebensache. Über die Gründe - und warum hohe Krankenstände im Land ein gutes Zeichen sind.

Von Werner Bartens

Wie es den Menschen tatsächlich geht, verrät eine Statistik nicht. Schließlich kann der Stand der Krankmeldungen sehr leicht in die Irre führen. Er ist von vielen Faktoren abhängig und sagt wenig darüber aus, wie es um die Gesundheit der Angestellten wirklich bestellt ist. "Wenn der Mensch über sein Physisches oder Moralisches nachdenkt, findet er sich gewöhnlich krank", hat schon Johann Wolfgang von Goethe in seinen "Maximen und Reflexionen" beobachtet. Auf heute übertragen, heißt das: Wie sich jemand an seinem Arbeitsplatz fühlt, hat großen Einfluss darauf, ob er auch dann dort erscheint, wenn es ihm nicht so gut geht. Gesamtgesellschaftlich kann ein Anstieg der Krankmeldungen deshalb auch bedeuten, dass sich die Menschen mehrheitlich ihres Arbeitsplatzes sicher sind und nicht das Gefühl haben, um jeden Preis dort erscheinen zu müssen.

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