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Konzentrationslager:Das Grauen des KZ Buchenwald

Leichenberge, ausgemergelte Häftlinge, Mord-Vorrichtungen: Als die Amerikaner 1945 Buchenwald erreichten, dokumentierten sie die KZ-Hölle.

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Leichenberge, ausgemergelte Häftlinge, Mord-Vorrichtungen: Als die Amerikaner 1945 Buchenwald erreichten, dokumentierten sie die KZ-Hölle in Bildern. Eine Auswahl.

Das ehemalige KZ Buchenwald in Thüringen, liegt wenige Kilometer von Weimar entfernt auf dem Ettersberg.

Auf dieser Luftaufnahme vom April 1945 ist in der Bildmitte das Häftlingslager zu sehen, rechts im Hintergrund der SS-Bereich.

Foto: National Archives, Washington

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Das Lager im Bau: Die ersten Häftlinge mussten 1937 das Lager selbst anlegen.

Diese Aufnahme zeigt den sogenannten Carachoweg auf das im Rohbau fertiggestellte Torgebäude.

Links ein Häftlingskommando bei Schachtarbeiten vor dem späteren Arrestzellenbau.

Foto: Gedenkstätte Buchenwald

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Unter Bewachung von SS-Angehörigen werden die ersten Schutzhäftlinge in eine der fertiggestellten Holzbaracken des Lagers gebracht.

Foto: Gedenkstätte Buchenwald

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Häftlinge bei Arbeiten zur Schaffung des Appellplatzes. Im Vordergrund der provisorische Lagerzaun, im Hintergrund die bereits fertiggestellten Häftlingsbaracken.

Foto: Gedenkstätte Buchenwald

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Nach Kriegsausbruch wurden immer mehr Menschen in Buchenwald gefangengehalten. Dieses Foto zeigt zum Appell angetretene Häftlinge im Jahre 1944.

Foto: Gedenkstätte Buchenwald

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Zum Areal des Lagers gehörten auch die Wohntrakte der SS - und zoologische Anlagen.

Wie der "Zoo Buchenwald" der Mörder in den schwarzen Uniformen aussah, zeigt dieses Foto: Zwei Bären spielen im Zwinger des Konzentrationslagers. Die Postkarte wurde von der Waffen-SS herausgegeben.

Foto: Gedenkstätte Buchenwald

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Die Freiheit kam am 11. April, als die US-Armee vorrückte und die KZ-Wachmänner flohen. Häftlinge übernehmen kurzzeitig die Kontrolle in Buchenwald - und setzen ihre Peininger fest.

Dieses seltene Foto ist ein Beleg: Mit Gewehren bewaffnete Häftlinge nehmen wenige Stunden nach der Befreiung des Lagers geflüchtete SS-Männer gefangen.

Foto: Association Française Buchenwald-Dora, Paris

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Das angeblich erste Foto, dass von einem amerikanischen Fotografen vom befreiten Lager gemacht wurde: Der Blick vom Turm des Torgebäudes über den Appellplatz.

Foto: National Archives, Washington

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Wegen des Todes von US-Präsident Roosevelt flattert eine schwarze Trauerflagge über dem Lagertor. Im Vordergrund sind Munitionskisten und Handgranaten der SS.

Foto: National Archives, Washington

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Herzlicher Empfang in der Todesstätte: Häftlinge haben einen Willkommensgruß für die Amerikaner an eine der Baracken gepinselt.

Foto: National Archives, Washington

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Nur noch Haut und Knochen: Befreite Häftlinge des sogenannten "Kleinen Lagers" im Gespräch mit amerikanischen Soldaten.

Foto: National Archives, Washington

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Befreite Häftlinge in Baracke 56 des Kleinen Lagers. Unter den ausgezehrten Männern befindet sich auch der spätere Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel (2. Reihe, 7. v. l.)

Foto: National Archives, Washington

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Die Amerikaner dokumentierten die Zustände in Buchenwald ausführlich mit Fotos und Filmen. Diese Aufnahme zeigt einen entkräfteten Häftling vor einer Holzbaracke.

Foto: National Archives, Washington

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Der Ermordung entronnen, dem Tod noch lange nicht: Drei Häftlinge im Block wenige Tage nach der Befreiung. Zahlreiche Häftlinge starben in den Folgewochen, Zwangsarbeit, Krankheiten und die Zustände im Lager hatten ihnen zu sehr zugesetzt.

Foto: National Archives, Washington

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Der jüngste Häftling: Stefan Jerzy Zweig, damals drei Jahre alt, war von den anderen Gefangenen vor den Augen der SS versteckt worden.

Foto: National Archives, Washington

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Zwei amerikanische Soldaten vor einem Anhänger mit Leichen im Innenhof des Krematoriums. Die SS konnte die Öfen nicht mehr befeuern, weil der Brennstoff Öl zur Neige gegangen war.

Foto: National Archives, Washington

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Haus des Todes: Der Pferdestall, in dem sich die Genickschussanlage befand.

Foto: Privatbesitz

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Überlebende des Lagers erläutern das Strangulieren im Hinrichtungskeller des Krematoriums.

Foto: National Archives, Washington

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Am 16. April mussten über 1000 Weimarer Bürger - laut Befehl von General Patton vorrangig Mitglieder der NSDAP - das befreite Lager besichtigen.

Hier stehen sie im Krematoriumshof vor einem Galgen, an dem zu Demonstrationszwecken eine Puppe in Häftlingskleidung hängt.

Foto: National Archives, Washington

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Ein Lampenschirm aus Menschenhaut, Schrumpfköpfe, eingelegte Organe: Ehemalige Häftlinge hinter einem Tisch mit "Exponaten" der SS-Pathologie.

Foto: National Archives, Washington

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Nach der Befreiung wird die deutsche Bevölkerung gezwungen, sich das KZ anzusehen. Die Reaktion - Entsetzen.

Foto: National Archives, Washington

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Blick in drei der Verbrennungsöfen des Krematoriums, in denen Skelettreste nicht vollständig verbrannter Häftlinge zu sehen sind.

Foto: Gedenkstätte Buchenwald

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Herausgeber und Redakteure amerikanischer Zeitungen besichtigen das Lager.

Foto: National Archives, Washington

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Was im Krematorium von den verbrannten Leichen übrig blieb: Ein Ex-Häftling vor einem Haufen von Knochenresten.

Foto: National Archives, Washington

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Geschockter Oberbefehlshaber: Dwight D. Eisenhower (Mitte) vor einem von der SS errichteten Rost aus Eisenbahnschienen, auf denen die Leichname verstorbener Häftlinge aus den Massengräbern verbrannt wurden.

Die Aufnahme entstand im berüchtigen Buchenwald-Außenlager Ohrdruf am 11. April 1945.

Foto: National Archives, Washington

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Eisenhower vor den Leichen Gefangener in Ohrdruf. Die SS hatte sie zusammengerufen - und dann erschossen.

Foto: National Archives, Washington

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Erste Feier für die Toten am 19. April 1945: Befreite Häftlinge bei der Gedenkveranstaltung auf dem Appellplatz. Die Überlebenden schwören, so lange nicht zu ruhen, bis "der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht". Im Hintergrund ist ein provisorisches Mahnmal für die Toten zu sehen.

Foto: National Archives, Washington

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Aufbruch in ein neues Leben: Eine Gruppe jüdischer Jugendlicher vor ihrer Abreise aus dem befreiten Konzentrationslager Buchenwald am 5. Juni 1945.

Foto: National Archives, Washington

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Gedenken in der DDR 1957: Thälmannpioniere am Todestag von Ernst Thälmann im hinteren Hof des Krematoriums. Der deutsche Kommunistenführer wurde im Lager 1944 erschossen.

Die DDR abeitete die grauenhafte Vergangenheit im ideologischen Sinne auf - die brutalen Zustände im Speziallager 2, dass die Sowjets auf dem Gelände zwischen 1945 und 1950 betrieben, kam darin nicht vor.

Mindestens 7113 Menschen kamen in dieser Zeit in Buchenwald um.

Foto: Gedenkstätte Buchenwald

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Buchenwald heute: Auf dem Gelände der Gedenkstätte sind die Häftlingsbaracken verschwunden. Wohl aber sind Gebäude wie das Lagertor und die dahinter liegende Lagerkommandantur...

Foto: Gedenkstätte Buchenwald/Peter Hansen

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...der berüchtigte Arrestzellenbau...

Foto: Gedenkstätte Buchenwald/Peter Hansen

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...und das Krematorium erhalten.

Foto: ddp

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Neu wurden das Denkmal des Künstlers Fritz Cramer errichtet sowie der Glockenturm der Gedenkstaette.

Foto: ddp

(sueddeutsche.de/odg/cmat)

© Süddeutsche.de/odg

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