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Kongo:Ein Volk will Ergebnisse

Die Regierung verschiebt die Bekanntgabe des Siegers der Präsidentenwahl. Die Opposition mutmaßt: Das Regime brauche mehr Zeit zum Fälschen.

Ihre Stimme bei der Präsidentenwahl haben die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo bereits am 30. Dezember abgegeben – seither hält die Regierung das Ergebnis unter Verschluss.

(Foto: Caroline Thirion/AFP)

In einer mittelgroßen Halle in Kinshasa haben die Anhänger von Emmanuel Ramazani Shadary schon mal alles vorbereitet. Sie haben die Bühne dekoriert mit großen Bannern, auf denen Shadary als neuer Präsident der Demokratischen Republik Kongo gefeiert wird. Stühle stehen in der Halle und in der Ecke ein großer Stapel von Getränkepackungen - es ist an alles gedacht. Nur hat die Party immer noch nicht begonnen. Am Sonntag wollte die Wahlkommission eigentlich die Ergebnisse der Präsidentenwahl vom 30. Dezember veröffentlichen, verzögerte die Bekanntgabe dann aber kurzfristig auf unbestimmte Zeit - wegen technischer Probleme. Kritiker sagen, in Wahrheit brauche die Regierung mehr Zeit, um die Ergebnisse zu fälschen.

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