Kommunen - Bremen:Bremen erhöht Sozialbau-Quote: Mietpreisbindung verlängert

Bremen
Blick auf die Fassade eines Wohnhauses. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Bremen (dpa/lni) - Neubauten mit mehr als 20 Wohneinheiten müssen in Bremen künftig 30 statt 25 Prozent des Angebots für Sozialwohnungen mit Mietpreisbindung reservieren. Diesen Beschluss fasste der Bremer Senat (Landesregierung) in seiner Sitzung am Dienstag. Gleichzeitig wird die Sozialbindung von 20 auf 30 Jahre verlängert. Die Zahl der Sozialwohnungen sei von 11 500 im Jahr 2012 auf derzeit knapp 7000 gefallen, begründete Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), den Schritt. "Diese Entwicklung wollen wir umkehren."

Sozialer Wohnungsbau sei nicht ausschließlich für Bezieher von Hartz-IV-Grundsicherungsleistungen gedacht, sondern auch für die untere Mittelschicht. So sei auch ein 4-Personen-Haushalt mit einem Jahresbruttoeinkommen von unter 63 000 Euro anspruchsberechtigt für eine öffentliche geförderte Neubauwohnung. "Das ist auch Wohnungsbau für Normalverdiener, die vielleicht etwas schlechter als der Durchschnitt verdienen", sagte Bovenschulte.

Bis 2023 will Rot-Grün-Rot in Bremen die Zahl der Sozialwohnungen auf 8000 erhöhen. Bovenschulte verwies darauf, dass 2018 rund 45 Prozent der Bremer ein Drittel oder mehr ihres Einkommens für Wohnen aufwenden mussten. Damit sei die Grenze erreicht. Bei Sozialwohnungen wird eine Kaltmiete je Quadratmeter von 6 bis 7 Euro im Neubau und im Altbau von 5,60 bis 6 Euro angestrebt. Investoren bekommen unter anderem günstige Darlehen, die sie erst ab Beginn der Mietzahlungen tilgen müssen.

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