Italien Sea-Watch 3 darf nicht anlegen

Das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch harrt weiter mit 43 Migranten an Bord vor italienischen Gewässern aus. "Die Menschen sehen 24 Stunden am Tag nur Wasser, und es bewegt sich nichts, das ist psychisch extrem belastend, traumatisierend", sagte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer. Die Sea-Watch 3 darf weder in einen italienischen Hafen noch in die Hoheitsgewässer einlaufen. Am Samstag gestattete Innenminister Matteo Salvini zehn Migranten, an Land zu gehen. Dabei handelte es sich um Kranke und Familien mit Kindern. Mehrere deutsche Städte haben sich bereit erklärt, Migranten aufzunehmen. In der Sache entscheidet jedoch der Bund. Die Sea-Watch hatte vergangenen Mittwoch 53 Menschen vor Libyen gerettet. Vergangene Woche verabschiedete das Kabinett in Rom ein Dekret, wonach Organisationen bei unerlaubter Einfahrt in einen Hafen Strafen zwischen 10 000 und 50 000 Euro riskieren.