bedeckt München
vgwortpixel

Irak:Dutzende Tote bei Anschlag auf schiitische Pilger im Irak

  • Bei einem Bombenanschlag im Irak sind zahlreiche Menschen getötet worden. Medien berichten von mindestens 70 Opfern.
  • Es handelt sich in der Mehrzahl um schiitische Pilger, die sich auf dem Rückweg von einem religiösen Fest befanden.
  • Die Terrormiliz "Islamischer Staat" beansprucht die Urheberschaft des Attentats für sich.

An einer Tankstelle im Irak ist ein Anschlag auf Busse mit schiitischen Pilgern verübt worden. Nach Polizeiangaben explodierte ein Lastwagen unmittelbar dort, wo die Busse parkten. Mehrere Zivilisten seien getötet und verletzt worden. Verübt haben soll den Anschlag ein Selbstmordattentäter.

Die Nachrichtenagentur AFP berichtet von mindestens 70 Toten, nach Angaben von Reuters sind es mindestens 80. Unter den Opfern seien auch Iraner, teilte das Zentrale Einsatzkommando im Irak mit. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" beansprucht die Urheberschaft des Attentats für sich.

Mindestens sieben Busse hätten an der Tankstelle gestanden

Der Anschlag wurde im Dorf Schomali, 120 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bagdad, verübt. Mindestens sieben Busse hätten zum Zeitpunkt der Explosion an der Tankstelle gestanden, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben aus Geheimdienstkreisen waren in den Bussen Iraner, Iraker und Pilger aus Bahrain. Sie kamen aus der Stadt Kerbela. Dort hatten in den vergangenen Tagen Millionen Schiiten das Arbain-Fest begangen. Aus Furcht vor Anschlägen sunnitischer Extremistengruppen hatte es unter massiven Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden.

© SZ.de/afp/bepe/vit
Zur SZ-Startseite