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Handel:Schutz an der Kasse

Supermärkte müssen ihre Mitarbeiter besser abschirmen.

Lebensmittelverkäufe, und, nun ja, auch die von Artikeln wie Klopapier, sind systemrelevant. Was immer noch merkwürdig klingt, ist wegen des grassierenden Coronavirus schlicht eine Tatsache. Viele Bundesländer haben das erkannt und daher den Lebensmittelhandel in seiner Bedeutung hochgestuft und ihn mit Kliniken gleichgesetzt. Bedauerlich ist, dass auch in diesem Fall nicht alle Bundesländer einheitlich handeln und unterschiedliche Schlussfolgerungen daraus ziehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zwar in ihrer Rede vergangene Woche zu Recht darauf hingewiesen, was für eine großartige Arbeit die Beschäftigten vor allem im Lebensmitteleinzelhandel gerade leisten, insbesondere die Kassierer und Kassiererinnen. Was im Moment jedoch noch fehlt, sind flächendeckende Vorkehrungen, die dafür sorgen, dass sie auch in den kommenden Wochen und Monaten noch Höchstleistungen bringen können.

Dazu gehört in erster Linie der Schutz ihrer Gesundheit. Das gilt für alle Beschäftigten in der gesamten Lieferkette, ganz besonders aber für die an der Kasse. Sie sind einer ständigen Ansteckungsgefahr ausgesetzt und damit ein potenzieller Herd weiterer Infektionen. Plexiglasscheiben an der Kasse können vor Ansteckung schützen. Es sollte obligatorisch sein, sie einzubauen.

© SZ vom 23.03.2020

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