Reaktionen:Bundesregierung bestürzt über Gewaltverbrechen von Hanau

"Die Gedanken sind heute morgen bei den Menschen in Hanau", schreibt Sprecher Seibert. SPD-Politiker sprechen von rechtem Terror.

Die Bundesregierung zeigt sich schockiert über das Gewaltverbrechen im hessischen Hanau mit elf Toten. "Die Gedanken sind heute morgen bei den Menschen in Hanau, in deren Mitte ein entsetzliches Verbrechen begangen wurde", schrieb Sprecher Steffen Seibert auf Twitter. Er hoffe, dass die Verletzten bald wieder gesund werden und teilte den Angehörigen der Opfer seine Anteilnahme mit.

Außenminister Heiko Maas (SPD) äußerte sich ebenfalls auf der Plattform. Er schrieb von einer "grausamen Nacht", nach der "unsere Gedanken bei den Toten, ihren Familien und Angehörigen" sind. Auch er hoffe, dass die Verletzten bald wieder gesund seien. "Die schrecklichen Ereignisse in #Hanau schmerzen uns alle", so der SPD-Politiker.

Auch der Hanauer Bürgermeister Claus Kaminsky (SPD) sprach den Opfern seine Anteilnahme aus. "Meine Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer. Ihnen gilt mein tief empfundenes Beileid", schrieb er auf Facebook. "Nach den schrecklichen Ereignissen dieser Nacht hat unsere Stadt elf Todesopfer zu beklagen. Nach Informationen der Polizei ist darunter auch der vermutliche Täter." Aufgrund der laufenden Ermittlungen bleiben eine Schule sowie zwei Betreuungseinrichtungen für Kinder nahe der Tatorte geschlossen.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat ein Schütze nach bisherigen Erkenntnissen in zwei Shisha-Bars geschossen und dabei neun Menschen getötet. Am frühen Morgen wurde der mutmaßliche Täter tot in einer Wohnung gefunden. Dort wurde eine weitere Leiche gefunden. Zudem gibt es offenbar ein Bekennerschreiben und ein Video, die derzeit ausgewertet werden. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter alleine handelte.

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken spricht auf Twitter von Terror. "Viel zu lange haben wir uns davor gescheut, es mit klaren Worten zu benennen", schrieb sie. Auch der Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby (SPD) nennt die Tat einen Terrorakt. "Mehrere Menschen werden ermordet aufgrund ihrer angenommenen Zugehörigkeit zu einer Gruppe".

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz schrieb, seine Gedanken seien "in diesen schweren Stunden in Hanau, wo ein schreckliches Verbrechen verübt wurde." Der EU-Ratspräsident Charles Michel zeigt sich erschüttert: "Der sinnlose Verlust von Menschenleben ist eine Tragödie - egal wo er vorkommt", schrieb Michel auf Twitter. "Nach dem schrecklichen Angriff sind wir in Gedanken bei den Menschen in #Hanau". CDU-Politiker Norbert Röttgen schrieb: "Was heute Nacht in #Hanau geschehen ist, ist einfach erschütternd. Mein tiefstes Beileid an die Angehörigen der Opfer."

Die Hanauer Bundestagsabgeordnete Katja Leikert (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie sei erschüttert. "In dieser fürchterlichen Nacht in Hanau wünsche ich den Angehörigen der Getöteten viel Kraft und herzliches Beileid.", schrieb sie auf Twitter. Und: "Den Verletzten eine hoffentlich schnelle Genesung. Es ist ein echtes Horrorszenario für uns alle. Danke an alle Einsatzkräfte!!"

© SZ.de/dpa/cck/mpu/mkoh
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