Als Guatemala am Donnerstag erwachte, war er weg. Otto Pérez Molina, 64, Staatspräsident und mutmaßlicher Anführer der verbrecherischen Organisation "La Línea", hatte aufgegeben. Kurz vor Mitternacht war beim Kongress sein schriftliches Rücktrittsgesuch eingegangen. Erstaunlich lange hatte sich Pérez Molina gegen diesen Schritt wehren können, noch im Laufe des Mittwochs hatte er ihn trotzig ausgeschlossen. Schließlich ging es überraschend schnell. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass der ehemalige General es am Nachttischchen plötzlich mit der Reue zu tun bekam. Er war am Ende isoliert.
Guatemala:Das Volk hat seinen Tyrannen gestürzt
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Guatemalas Präsident tritt zurück, nachdem ein Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde. Doch ein Neuanfang könnte im Chaos enden.
Von Boris Herrmann, Rio de Janeiro
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