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Fünf Jahrhunderte nach der Reformation:"Sie ist ein Wunder, diese Reise"

Deutsche Bischöfe im Heiligen Land

Soutane vor Souvenirs: Heinrich Bedford-Strohm (links), Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Kardinal Reinhard Marx, Präsident der Deutschen Bischofskonferenz in der Altstadt Bethlehems.

(Foto: Corinna Kern/dpa)

Evangelische und katholische Bischöfe pilgern gemeinsam ins Heilige Land. Das Ende von Konkurrenz und Eifersüchteleien? Mit dabei auf ökumenischer Klassenfahrt.

In dieser Kirche ausgerechnet ist kein Platz für sie. Dabei sind sie gleich in der Frühe losgelaufen, die fünf Frauen und 13 Männer aus Deutschland, durch die finstere Schlucht und die Steinwüste, bis die Sonne den Schweiß auf Stirnen und Glatzen trieb und die Schuhe Staubränder hatten. "Lasst uns gehen nach Bethlehem" sagen in der Weihnachtsgeschichte die Hirten zueinander, sie ziehen los und finden das Kind in der Krippe. Die evangelischen und katholischen Würdenträger dagegen treffen gut 2000 Jahre später auf das Desinteresse der Aufseher in der Geburtskirche: Angemeldet? Bei uns nicht. Bischöfe? Kommen hier dauernd vorbei und wollen vorbei an der Schlange zur Krippen-Grotte. Hinten anstellen, bitte.

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