FlüchtlingskriseHunderte Flüchtlinge verlassen Idomeni Richtung Norden

Tagelang hatten die Menschen vor der geschlossenen Grenze ausgeharrt. Jetzt haben sie sich einem "Marsch der Hoffnung" angeschlossen. Drei Menschen sind dabei ums Leben gekommen.

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Nach tagelangem Warten in Nässe und Schlamm haben viele Flüchtlinge in Idomeni das Warten aufgegeben: Am Montagmorgen machten sie sich zu Fuß auf den Weg, um die griechisch-mazedonische Grenze zu überqueren. Die meisten stammen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan.

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Helfer berichten auf Twitter über die Entwicklungen vor Ort. Einige sprechen von bis zu 1000 Menschen, die sich dem Marsch angeschlossen haben sollen. Einem AFP-Korrespondenten zufolge bewegen sich die Flüchtlinge mit ihren Habseligkeiten in Richtung des Dorfes Chamilo, wo es Lücken im Grenzzaun gebe.

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Auf der Karte ist zu sehen, welche Route viele Flüchtlinge einschlagen haben. Zu Fuß ist die Ortschaft Chamilo etwa acht Kilometer von Idomeni entfernt.

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Nach dem langen Fußmarsch durchquerten einige hundert von ihnen einen knietiefen Fluss auf griechischer Seite, dessen anderes Ufer noch etwa 500 Meter von der mazedonischen Grenze entfernt ist.

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Beim Durchqueren des Flusses hielten viele ihre Kinder und Habseligkeiten in die Höhe. Internationale Freiwillige halfen den Menschen.

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Ein gespanntes Seil sollte das Waten durch den schnell fließenden, eiskalten Strom erleichtern.

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Wegen des anhaltenden Regens führen viele Flüsse in der Region Hochwasser. Zwei afghanische Männer und eine Frau kamen bei dem Versuch einer Überquerung ums Leben.

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Nach Angaben einer Vertreterin des UN-Flüchtlingshilfswerks wurden 19 Migranten in einer Unterkunft in Mazedonien untergebracht und drei weitere in ein Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie den Fluss Suva Reka überquert hatten.

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Nach den Regenfällen ist der Boden an vielen Stellen schlammig.

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Griechische Bereitschaftspolizisten teilten den Menschen mit, dass ihr Vorhaben sinnlos sei: Auf mazedonischer Seite würden die Flüchtlinge bereits erwartet und von den dortigen Behörden wieder zurück über die Grenze nach Griechenland gebracht. Die Bereitschaftspolizisten versuchten, die Gruppe aufzuhalten, ließen sie dann aber passieren, ohne Gewalt anzuwenden. Auch mit Drohnen würden die Beamten die Flüchtlinge beobachten, schreibt ein Time-Reporter.

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Im mazedonischen Dorf Moini fordern Soldaten Flüchtlinge dazu auf, in Lastwagen einzusteigen.

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Nachdem Mazedonien und andere Balkanstaaten ihre Grenzen für Migranten und Flüchtlinge geschlossen haben, sind mehr als 40 000 Menschen in Griechenland gestrandet.

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Polizei und Armee haben Hunderte Flüchtende festgenommen, berichteten Augenzeugen (im Bild: Soldaten und Flüchtlinge im mazedonischen Dorf Moini).

© Sz.de/RTR/dpa/AP/jly - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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