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Flüchtlinge in Freiburg:Heimatschutz

Modern interpretations of typical Black Forest souvenirs are seen in a shop window in the old town of Freiburg

Freiburg, Altstadt-Geschäft mit Schwarzwald-Idylle. Noch bekannter ist der Ort als linksliberales Öko-Paradies.

(Foto: Kai Pfaffenbach/Reuters)

Ausgerechnet Freiburg: Die friedensbewegte, weltoffene Stadt hat ein Problem mit Flüchtlingen, und zwar so sehr, dass Klubs ihnen den Zutritt verwehren wollen. Über eine verstörte Welt.

Claudia Winker hat von Berufs wegen so einiges erlebt, was den Mann als solchen betrifft. Den Mann, und sein Verhältnis zur Frau. Zehn Jahre lang kümmerte sie sich um Frauen in Krisengebieten, im Auftrag eines Freiburger Hilfsvereins ist sie ziemlich herumgekommen in der Welt. Kosovo zum Beispiel. Wenn eine kosovarische Frau beim Einbruch der Dunkelheit noch mit einem Mann im Auto sitzt, geht so mancher Mann davon aus, dass die Frau Sex mit ihm will. Winker hat solche Männer darauf angesprochen: ob das nicht entwürdigend sei. Sie erhielt die Antwort: Das sei nun mal Sitte in diesem Land.

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