Extremismus:Staatsschutz ermittelt wegen «Mein Kampf»

Ein Leipziger Verlag will Hitlers „Mein Kampf“ ohne Kommentar herausgeben. (Foto: Alexander Heinl/Archiv)

Forchheim (dpa) - Im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einem geplanten unkommentierten Nachdruck von Adolf Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf" hat die Staatsanwaltschaft nun auch eine Buchhändlerin im Visier.

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Forchheim (dpa) - Im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einem geplanten unkommentierten Nachdruck von Adolf Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ hat die Staatsanwaltschaft nun auch eine Buchhändlerin im Visier.

Wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung durchsuchten Ermittler das Anwesen der Frau im oberfränkischen Landkreis Forchheim, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft wegen eines geplanten Nachdrucks der Originalfassung von „Mein Kampf“ ermittelt, für den der Leipziger Verlag „Der Schelm“ im Internet wirbt. Eine Sprecherin bestätigte einen Zusammenhang mit der Durchsuchung bei der Buchhändlerin. Die Beschuldigte habe ebenfalls online für den Nachdruck geworben. Die Beamten des Staatsschutzes fanden bei ihr zum Beispiel Bestelllisten und Computer mit entsprechenden Daten.

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