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Europawahl 2014:Von verwelkten Blumen und Rückenwind

Enorme Steigerungen für die einen, krasse Verluste für die anderen: Die Ergebnisse der Europawahl sorgen auf den Wahlpartys für höchst unterschiedliche Gesichter. Der Wahlabend in Bildern.

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Europawahl 2014 in Deutschland - CDU

Quelle: dpa

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Stärkste Kraft und doch so schwach wie nie in Europa: In Deutschland ist die Union ersten Prognosen zufolge mit etwa 36 Prozent stärkste Kraft geworden - im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 hat sie deutlich verloren, bei Europawahlen war ihr Ergebnis noch nie so niedrig. Ihr bestes Argument im Europawahlkampf hieß Angela Merkel - bei der Berliner Wahlparty jubelt dennoch der deutsche CDU-Spitzenkandidat David McAllister (rechts) zusammen mit CDU-Generalsekretär Peter Tauber.

Europawahl 2014 - CSU

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Erschrockene Gesichter bei der CSU-Wahlparty in München: Die Schwesterpartei der CDU liegt ersten Hochrechnungen zufolge zwar über dem Gesamtergebnis der Union, muss sich aber trotzdem fragen, was schief lief: Von 48,1 Prozent bei der Wahl 2009 sackte sie auf etwa 40 Prozent ab.

Ihr Spitzenkandidat Markus Ferber schob es auf die vielen Wahlen in seinem Bundesland: "Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass es uns heute nicht gelungen ist, unsere Stammwähler zu motivieren, an die Wahlurne zu kommen", räumte er am Wahlabend in der ARD ein. "Nach vier Wahlen, die wir in Bayern in den letzten acht Monaten hatten, war das auch die größte Herausforderung."

Europawahl 2014 in Deutschland - SPD

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Die SPD hat gegenüber 2009 um sechs Prozentpunkte zugelegt - entsprechend groß war der Jubel im Willy-Brandt-Haus. Parteichef Sigmar Gabriel zeigte sich nach den deutlichen Stimmengewinnen zuversichtlich, dass der sozialdemokratische Spitzenkandidat Martin Schulz neuer Präsident der EU-Kommission wird: "Wir sagen mit großem Selbstbewusstsein, dass Martin Schulz große Chancen hat, eine Mehrheit hinter sich zu bringen."

Europawahl 2014 in Deutschland - SPD

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Eine "Mehrheit zimmern" werde er - das versicherte Martin Schulz den jubelnden SPD-Anhängern nach der Veröffentlichung der ersten Zahlen in Berlin. Der ehemalige Buchhändler mit der scharfen Zunge will nach dem guten SPD-Ergebnis in Deutschland Kommissionspräsident werden.

Europawahl 2014 in Deutschland - FDP

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Für die FDP geht es weiter nach unten: Etwa drei Prozent erzielte sie in Deutschland den ersten Hochrechnungen zufolge - nach Wahlparty ist diesen Anhängern der Liberalen in Berlin ganz offensichtlich nicht zumute.

Europawahl 2014 in Deutschland - AfD

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Jubel über 6,8 Prozent bei der europakritischen Alternative für Deutschland (AfD), die sich gegenüber dem Bundestagswahlergebnis um mehr als zwei Prozentpunkte verbessern konnte: Parteichef Bernd Lucke wertete das Abschneiden seiner Partei als Denkzettel für die herkömmlichen politischen Kräfte. Die AfD sei mit der Europawahl "aufgeblüht als eine neue Volkspartei in Deutschland", sagte Lucke auf der Wahlparty seiner Partei in Berlin. Im Europaparlament wolle die AfD kritisch-konstruktiv mitarbeiten. Lucke bestritt, dass seine Partei anti-europäisch oder rechtslastig sei. "Wir wollen das Wohl Europas", beteuerte er. "Wir sind die wahren Europäer."

Europawahl 2014 in Deutschland - Grüne

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Freude auch bei den Grünen: In Berlin jubeln die ehemalige Parteivorsitzende und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (rechts), neben ihr Sylvia Löhrmann, Bildungsministerin aus Nordrhein-Westfalen, und der Europa-Kandidat Michael Cramer (Mitte). Obwohl sie gegenüber 2009 an Stimmen verloren haben, sind sie mit den ersten Zahlen zufrieden: 10,5 im Vergleich zu 12,1 Prozent bei der letzten Europawahl, aber auch im Vergleich zu 8,4 Prozent bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr.

Europawahl 2014 in Deutschland - Linke

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Die Linke bleibt, wo sie ist: bei 7,5 Prozent, genau wie im Jahr 2009. In der Abendsonne warten ihre Anhänger vor der Berliner Bundeszentrale auf die ersten Hochrechnungen.

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Quelle: AP

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Auch kreativer Protest nützte in Frankreich nichts: Marine Le Pen ist mit ihrer Partei, dem rechtsextremen Front National, stärkste Kraft in Frankreich geworden. Die beiden Femen-Aktivistinnen versuchten in Nordfrankreich, die Wähler von einer Stimmabgabe für den FN abzubringen. Auf dem Rücken der Dame links steht "Antifaschistischer Impfstoff". Doch umsonst: Etwa 25 Prozent der französischen Wähler stimmten für den FN.

© Süddeutsche.de/dpa/ipfa/joba
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