Migration:Der tägliche Schrecken an Europas Grenzen

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Migration: Migranten Ende November in der Umgebung von Horgoš. Die serbische Polizei hat sie unweit eines wichtigen Grenzübergangs zu Ungarn und damit zur EU zusammengetrieben.

Migranten Ende November in der Umgebung von Horgoš. Die serbische Polizei hat sie unweit eines wichtigen Grenzübergangs zu Ungarn und damit zur EU zusammengetrieben.

(Foto: Innenministerium der Republik Serbien/Reuters)

1600 Zeugenaussagen auf 3000 Seiten: Das "Schwarzbuch Pushback" wirft EU-Staaten vor, Migranten mit brutalen Mitteln abzuwehren - sogar mit Scheinhinrichtungen. Wie Menschenrechtsaktivisten die EU illegaler Pushbacks überführen wollen.

Von Josef Kelnberger, Brüssel

Es ist vor allem die stetig steigende Zahl von Migranten, mit der sich die Innenministerinnen und Innenminister der Europäischen Union an diesem Donnerstag in Brüssel befassen werden. Auf der Agenda stehen Pläne, um die illegale Migration in die EU einzudämmen. Ebenfalls an diesem Donnerstag wird ein Dokument veröffentlicht, das der EU moralisches Versagen beim Zurückdrängen von Migranten vorwirft. Es heißt "Schwarzbuch Pushback" und fasst auf mehr als 3000 Seiten die Aussagen von mehr als 1600 Zeugen zusammen. Der Vorwurf des Pushbacks bedeutet: Die EU-Staaten würden Migranten gewaltsam abwehren und ihnen so das Recht verweigern, einen Asylantrag zu stellen.

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